Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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Unter dem Pöbel.

Mit Ungeduld erwartete der Herzog Don Herandez, wel⸗ cher endlich eintrat.

Sogleich wurde ihm das Blatt eingehändigt, welches ihm die Ankunft des Andreas Doria verkündete.

Mit augenſcheinlicher Freude durchlas der Miniſter den In⸗ halt und legte es dann befriedigt auf den Tiſch.

Sie halten dieſe Botſchaft für eine glückliche, wie ich ſehe? fragte der Statthalter. 4

Wie ſollte ich nicht, verſetzte Herandez ich bin ſ ſo er⸗ freut, daß ich keine Worte finde.

Alſo Sie hoffen auf einen günſtigen Erfolg trotz der geringen Mannſchaft? fragte der Statthalter und ſeine Blicke waren auf Herandez's Lippen gerichtet, als ob jetzt von einer Bewegung derſelben Tod und Leben abhinge.

Allerdings iſt die Anzahl der Truppen nur gering, aber es ſind gute disciplinirte Soldaten und ſolche vermögen immer etwas gegen den Pöbel auszurichten, der unfähig iſt, von einer andern Waffe als Dolch oder Meſſer Gebrauch zu machen.

Sie ſcheinen die Scharfſchützen der Todesgeſellſchaft ver⸗ geſſen zu haben, Don Herandez; hätte ich unter meinen Trup⸗ pen nur tauſend von dieſem Schlage gehabt, wir würden die Ordnung in einem Tage hergeſtellt haben.

Das mag wohl ſein unter allen Umſtänden aber werden die ankommenden Soldaten gleichfalls die Ruhe herſtel⸗ len, wenn es geht, wie ich erwarte.

Sie meinen, wenn wir das Volk

In einen ſüßen Rauſch gelullt, unterbrach Don Heran⸗ dez den Herzog, das heißt, wenn es ſich im Beſitze des echten

Freibriefes wähnt dann wird Ruhe eingetreten ſein, wir

werden natürlich auch die verbrieften Verſprechungen inne hal⸗ ten, währenddeſſen aber einen Anführer nach dem Anderen bei Seite ſchaffen laſſen, und zwar auf eine unmerkliche bequeme Weiſe, der tolle Fiſcher muß den Anfang machen, ihm mag der alte Celeſto folgen, dann der Geheimſchreiber, dieſe drei ſind die Stützen des Aufſtandes, Alles übrige iſt nur Geſindel, wel⸗

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