Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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n Faſt alle Namen der Edelleute ſpauiſcher Abkunft wurden n genannt, und ein Freudengeſchrei ließ ſich vernehmen.

Dieſes verhängnißvolle Blatt ſchloß mit einer Vermahnung el an das getreue Volk, keinen Gegenſtand von irgend welchem 3 Werthe anzutaſten.

Man ſollte weder Hausgeräthe, noch Gold und Juwelen n aus den Flammen retten, und Jeder ſollte mit dem Tode beſtraft

. werden, der dieſes Gebot übertreten würde.

r Noch aber war kein Wort von der Herabſetzung der Preiſe

der Lebensmittel geſprochen worden, und Niemand ſchien an die

körperlichen Bedürfniſſe des hart arbeitenden Volkes gedacht zu

1. haben.

. Maſaniello's Beliebtheit, die mit jedem Angenblicke wuchs,

r ie reicher er ſich an unerwarteten Hülfsmitteln zeigte, hatte den

höchſten Gipfel erreicht, als er endlich ſeinen Leuten die könig⸗

lichen Vorrathshäuſer anwies, von wo ſie Mehl und à

Ueberfluß holen ſollten, um Alles redlich und ſorgfältig unter⸗

einander zu theilen.

Die Haufen zerſtreuten ſich, um an ihr Werk zu gehen.

Sechsundzwanzig Paläſte, die prächtigſten der Stadt, waren

deem Verderben geweiht, und das verſprach bis zum Aubruche

1 der Nacht Zeitvertreib genug.

* Maſaniello erholte ſich während deſſen von der heftigen Aufregung, welche die ſtattgehabten Auftritte in ihm hervorge⸗ rufen hatten.

Er beſchäftigte ſich jetzt mit der wichtigſten aller Aufgaben, eine Stadtwehr einzurichten, um das ganze Volk in Zucht zu halten und als Maſſe benutzen zu können.

Die Ausführung dieſes Planes wurde ihm durch die alte

1 Eintheilung der Stadt in neunundzwanzig Diſtrikte, Ottine ge⸗ 1 nannt, ſehr erleichert.

Er theilte das ganze Volk in eben ſo viele Haufen und gab

7 jedem einen ihm bekannten Anführer.

Man bemerkte, daß der Räuber bei dieſer Einrichtung ganz

n

von allem Antheile ausgeſchloſſen ward, an der Spitze ſeiner

kleinen Räuberſchaar blieb. Es wurden auf die Weiſe gegen hundertfunfzigtauſend Bür⸗ ger bewaffnet.