Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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Die erſte Arbeit dieſes Tages war, da das eigentliche Volk ſich noch immer in unbewaffnetem Zuſtande befand, Waffen, Pulver und Blei herbeizuſchaffen.

Man nannte zunächſt einen Lieferanten, der es übernommen 8

hatte, die Feſtungen mit Pulver zu verſorgen.

Maſaniello zog an der Spitze des Haufens nach dem Hauſe des unglücklichen Mannes.

Bei dieſer Gelegenheit erfuhr er, daß der Herzog von Arcos dahin gebracht war, der rohen Gewalt des Pöbels mit Liſt ent⸗ gegen zu treten.

Man hatte nämlich das ganze Haus durchſucht und auch maſſenhafte Pulvervorräthe vorgefunden, die aber mit Waſſer überſchwemmt und ſomit unſchädlich gemacht waren.

In der erſten Erwartung nun getäuſcht, voller Zuth über dieſe Heimtücke und mit lautem Racheſchreien, wollte ſich der Zug gegen den Laden eines Kaufmannes in der Straße Man⸗ dracchio fortbewegen..

Noch nicht, Freunde, gebot Maſaniello, wir müſſen un⸗ ſeren Feinden zeigen, daß wir ſchnell handeln, mögen ſie zugleich einen Vorgeſchmack der Ereigniſſe erhalten, welche den heutigen Tag bezeichnen ſollen, ſteckt das Haus dieſes elenden Hoflieferan⸗ ten in Brand.

Dieſer Vorſchlag wurde mit Jubelgeſchrei begrüßt.

Laßt Alles umkommen, ſetzte Maſaniello hinzu, aber wehe der Hand, die zu plündern wagt, die Schaaren, welche ich be⸗ fehle, ſollen vom Raube fern bleiben. 3

Das Haus ſtand nach Ablauf einer Viertelſtunde in hellem Feuer. 4

Und nun nach der Straße Mandracchio! ſchrie man unter dem Gepraſſel der Flam men, und der aufgeregte, wilde Volkshaufe zog laut heulend von dannen.

Der Eigenthümer des in Vorſchlag gebrachten Ladens hieß Stanni.

Es war Maſaniello bekannt, daß dieſer einen reichen Pulver⸗ vorrath beſitze.

Dieſer Kaufmann war ein kleiner alter Mann, aber noch kräftig, rüſtig und wohl genährt.

Er hatte kleine, graue, blitzende Augen, ſtruppiges Haar, und aus allen Zügen ſeines Antlitzes ſprach Geiz.

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