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Eine Stunde ſpäter kehrte Giulio und ſeine Genoſſ ſen nach ihrem Fahrzeug zurück, und landeten kurz vor Tagesanbruch in Neapel.
Das geſtörte Duell.
Der Morgen, der dieſen Ereigniſſen folgte, beleuchtete in Neapel ein lebendiges und ſeltſames Schauſpiel.
Die Scene auf dem Mercato del Carmine hatte die ver⸗ ſchiedenartigſten Volksdemonſtrationen veranlaßt, die einen ſo drohenden Character angenommen hatten, daß ſelbſt die Ungläu⸗ bigſten und Unvorſichtigſten ernſt wurden und einſahen, wie die Fortdauer der geſellſchaftlichen Ordnung nur noch auf wenige Tage geſichert ſein könnte, wenn nicht ſchnell ein kräftiger Schritt gethan würde.
Welches Mittel ergriffen werden müßte, war dem Statt⸗ halter und ſeinen Räthen ſo wenig klar, als der Mehrzahl der Bürger, die bei der Erhaltung der Ruhe betheiligt waren.
Man hoffte allgemein, daß die Regierung vorbeugende und entſchiedene Maßregeln treffen werde und in dieſer unbeſtimm⸗ ten Erwartung war die Thatkraft der ganzen Stadt gebunden. Man flüſterte ſich zu, daß der Herzog Arcos Tag und Nacht
mit ſeinen Räthen zuſammen wäre, Beſatzungen im Caſtell Nuovo
und San Ermo unter den Waffen ſtänden und die Geſchütze dieſer Veſte ſcharf geladen und gegen die Stadt gerichtet wären.
Die beunruhigendſten und widerſprechendſten Gerüchte gin⸗ gen von Mund zu Munde; bald, daß eine Verſchwörung unter dem Adel, an deren Spitze der Prinz von Caraffa ſtehe, ſich ge⸗
bildet hätte, bald, daß Kriegsvölker heranrückten. Die einzige Veranderung in der gewöhnlichen Ordnung der Dinge war nur


