Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1865)
Entstehung
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9 . hagel zu begrüßen, aber auf einen Wink des Cavaliers unter⸗ blieb jede Gewaltthätigkeit.

Dieſer war in Begleitung Livias und des ihm folgenden Häſchers vor das Zollhaus getreten und zahlte zur höchſten Ver⸗ wunderung der Beamten die Steuer.

Jetzt gehe, gute Frau, und verkaufe Deine Früchte, ſagte er.

Noch darf ſie ſich nicht entfernen, Excellenza, nahm einer der Beamten das Wort. Und wer wollte dies hindern, fragte der Cavalier mit finſterem Trotz.

Ich, im Namen Seiner Majeſtät des Königs, den jer gute Neapolitaner ehren muß, erwiderte der Gefragte.

In dieſem Augenblick ließ ſich ein neues lautes Geſchrei vernehmen, zwei Häſcher brachten einen Menſchen herbei, welcher heftig und bitter die Regierung getadelt haben ſollte, wir er⸗ kennen in ihm Tomaſo Aniello.

Fluch der Tyrannei, rief er mit furchtbarer Stimme, indem er die beiden Häſcher zur Seite ſchleuderte, daß einer der⸗ ſelben zu Boden ſtürzte hinweg Ragazzo(Schurke), Ihr habt uns Alles genommen, wollt Ihr nun noch unſere Weibe

Mit einer raſchen Bewegung hatte er ſich einen Weg n. 6 dem Zollhauſe gebahnt, und mit dem Rufe:Tomaſo, mio caro (mein Theurer) ſank Livia weinend in die Arme ihres Gatten.

Einen Augenblick trat Schweigen ein.

Alles ſchaute auf das umſchlungene Ehepaar, insbeſondere aber widmete ihm der Cavalier eine theilnahmsvolle Aufmerk 1 ſamkeit.

So viel Armuth und doch ſo viel Liebe, murmelte er leiſe.

Was hatten die Schergen gegen Dich, geliebtes Weib? nahm Tomaſo endlich das Wort; wollten die Waapen an n dem letzten Reſt Deiner Früchte nagen?

Er hatte kaum dieſe Worte geſprochen, als die Hiſcher ſch wieder ſeiner bemächtigten.

Ihr ſollt mich nicht anrühren, rief der lunge Fiſcher

lauter Stimme, indem er ſich auf's Neue aus der Gen ſeiner Angreifer befreite; bei der heiligen Madonna, ehe