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gewohnliche; Fiſcherkleidung, die ſeine ſchlanke Geſtalt ſo knaben⸗ haft erſcheinen ließ, als ob ſie noch nicht zum vollen Wuchſe ge⸗ langt wäre und gab ſeinen ungemein behenden und flinken Glie⸗ dern einen Anſtrich von Munterkeit und Leichtigkeit, welchen man bei den neben ihm ſtehenden Genoſſen vergebens geſucht haben würde. V Dieſer junge Mann hieß Tomaſo Anielo Maya, deſſen ge⸗ wöhnliche Beſchäftigung Angeln und der Einkauf kleiner Fiſche war, die er in den dürftigſten Stadttheilen verkaufte.
Von den Umſtehenden heben wir noch einen großen, kräftig gebauten Mann hervor, von finſteren Zügen und grimmigem Anſehen, etwa dreißig Jahre alt, welcher mit den übrigen, mei⸗ ſtens Lazzaroni, ein längeres Geſpräch führte, auf das Tomaſo nicht zu achten ſchien, denn ſein Blick, auf irgend einen Gegen⸗ ſtand geheftet, war ſinnend und ſchwermüthig.
Zuweilen ſpielte ein Lächeln mit einer faſt kindlichen Lieb⸗ lichkeit auf ſeinen Zügen und wenn es verſchwunden war, erhielt ſein Geſicht wieder den gewöhnlichen Ausdruck eines ſchwer⸗ müthigen Ernſtes.
Schon mehrere Stunden hindurch verharrte er in dieſer Stellung, während die Genoſſen um ihn her bald laut mitein⸗ under ſprachen, bald heimlich flüſterten.
— Ermanne Dich endlich, Tomaſo, nahm Donunied, der Mann mit den trotzigen Zügen, der ihm zunächſt ſtand, das Wort; Du genießeſt das höchſte Anſehen unter dem Volke Neapel's, Deinem Rufe wird jeder folgen, wie ein Kind dem des Vaters, zermagſt Du es länger anzuſehen, wie man unſer Blut ſaugt, blicke um Dich, ſieh, die verhungerten, bleichen Geſtalten, die ſich aum noch aufrecht zu erhalten vermögen, ſie ſchleichen umher vie die Schatten, oder liegen am Boden ausgeſtreckt wie Leichen,
ber wenn es gilt, das Joch, welches auf Neapel haftet, zu bre⸗ hen, ſo werden alle dieſe Menſchen, trotz ihrer Ermattung, neu⸗ ſelebt erſcheinen und furchtbar den Arm gegen die Unterdrücker rheben, ſie niederſchmettern und Neapel vor dem Hancesiod chützen. 8 IJetzt ſchienen ſich die Züge des Angekedeten zu beleben, ſein luge wurde ſtrahlender, ſeine Haltung kühner.. — Heute iſt der dritte Juli, verſetzte er mit leiſer Stimme.
— Wie ſoll ich dieſe Antwort deuten? fragte Dominico.
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