lengei Chriſten dos und
Zwolftes Buuch.
Heiliger Geiſt, der mit ſeinen Flügeln die unermeß⸗ nen Tiefen überſchattend, ſie befruchtete; itzt bedarf ich deines Beiſtands. Hoch vom Gebirg herab, das unter ſich erniedrigt die Gipfel Aoniens erblickt, be⸗ trachteſt du alles Irdiſchen nie unterbrochnen Wechſel, den Menſchenſtamm, in dem ſich alles, ſelbſt ſeine Grund⸗ züge ändern; wo das Gute zum Uibel, zum Guten das Uibel wird: mitleidig blickſt du auf die Würden, die das Herz uns ſchwellen, die eitlen Ehren, in denen es entartet— du drohſt der Macht, errungen durch Verbrechen, das Unglück tröſteſt du, das Tugenden erkauften; du ſiehſt der Menſchen Leidenſchaften, ihre ſchandevollen Beſorgniſſe, ihren niedern Haß, ihre eigennützigen Wünſche, ihre ſo kurzen Freuden und ſo


