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nicht mehr die Hieroglyphenſprache— ſtumm ſchwei⸗ gen ihnen, wie der Zukunft, ihre abentheuerlich fre⸗ chen Zeichen— ſo iſt der meiſten ihrer Maale, der Sphinre, Koloße, Obelisken Beziehung auf Sitten und Geſchichte nun verſchwunden. Alles iſt an dieſen Geſtaden umgewandelt, nur der Aberglaube, geheiligt durch der Ahnen Gedächtniß, iſt geblieben: er gleicht den ehrnen Ungeheuern, die in dieſem Klima, das ſie treu bewahrt, zu tilgen nicht ganz die Zeit vermag. Hintertheil und Nacken ſind in den Sand begraben, doch recken ſie noch unter Gräbern das grauſenvolle Haupt empor.
„Diokletian traf ich endlich bei den großen Katarak⸗ ten, wo einen Vertrag mit Nubiens Völkern er geſchloſſen. Der Kaiſer ſprach von Kriegerehre, die mir geworden war, und ſchien meinen Entſchluß zu bedauern.“
„Wenn du indeß,“ ſprach er zu mir,„auf dei⸗ nem Sinne wandellos beſtehſt, dann magſt du in dein Vaterland zurücke kehren. Deinen Dienſten gewähr' ich dieſe Gnade; du ſollſt der erſte deines Stammes ſeyn, der wieder heim zum väterlichen Dache kehrt, eh' einen Sohn zur Geißel er dem Römervolk ge— laſſen.
„Freudenvoll, mich frei zu fühlen, blieben noch andre Maale der Vorzeit in Egypten mir zu ſehen, die mehr zu meiner Reue, meiner Gewiſſenspein, die mehr zu meinen Gefühlen ſtimmten. Nah war ich der Wüſte, der Zeuginn der Iſräelitenflucht, ich be⸗
ſchloß/ wallen.
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