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p. 191.
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Faydit 1) und Gueudeville 2) waren die erſten Cri⸗ tiker, die dem Telemach, gegen die Meinung des Ariſtote⸗ les und ihres Zeitalters, den Titel eines Gedichtes ſtrei⸗ tig machten, eine ſonderbare Erſcheinung! Seitdem haben Voltaire und La Harpe erklaͤrt, daß kein Gedicht in Proſe exiſtire; die Nachahmungen des Telemach hatten ſie er— mudet und mit Widerwillen erfuͤllt. Allein, iſt dies ge— recht? Soll man alle Verſe verdammen, weil taͤglich ſchlechte gemacht werden, und giebt es nicht toͤdlich lang⸗ weilige Heldengedichte in Verſen?“
Wenn CTelemach kein Gedicht iſt, was waͤre er denn?— Ein Roman?— davon iſt er in dem Sinn, wie wir heut⸗ zutage die beiden Worte verſtehen, gewiß noch weiter als vom Gedicht verſchieden.
So liegt die Frage da, die Entſcheidung uͤberlaſſe ich kompetenten Richtern; Verlangt man es, ſo will ich gern dem Verdammungsurtheil uͤber die Gattung meines Werks mich unterwerfen, und will gerne wiederholen, was ich in der Vorrede zur Atala ſagte: zwanzig ſchoͤne Verſe Homers, Virgils oder Racines werden immer uͤber die ſchönſte Proſe der Welt den Preis erhalten.— Dann
„is remarkably harmonious; and gives the Style nearly „as much elevation as te French language is capable „of supporting, even in regular verse.“
(Bei Aufzoͤhlung der epiſchen Dichter waͤre es un⸗ gerecht, des liebenswuͤrdigen Verfaſſers der Avantures de Télémaque nicht zu erwaͤhnen. Dies Werk, obgleich nicht in Verſen geſchrieben, wird mit Recht ein Helden⸗ gedicht genannt. Die rythmiſch poetiſche Proſe in der es geſchrieben iſt, iſt ausgezeichnet harmoniſch und giebt dem Stile die hoͤchſte Erhabenheit, deren das Fran⸗ zoͤſiſche, ſelbſt in Verſen faͤhig iſt.*)
1) La Télémacomanie. 2) Critique générale du Telemaque-.
*) Lect. ou Rhet. By H. Blair. tom 3. p. 276. **


