Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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VI

in mebreren oͤffentlichen Zeitſchriften geprieſen und als ein klaſſiſches Produkt anerkannt. Selbſt jene Kritiker, die die Tendenz deſſelben, die Ver⸗ miſchung des heidniſchen und chriſtlichen Mythus und mehrere andere Schwaͤchen(mitunter ſehr buter) tadelten, mußten ihm eine Fuͤlle von Schoͤnheiten, eine bluhende poetiſche Proſe und ſo viele andere Verdienſte zugeehen, daß dadurch jene von ihnen geruͤgte Flecken ganz verſchwinden wuͤrden, wenn auch ihr Tadel uͤber jede Wider⸗ legung erhaben waͤre.

Eine o anerkannte Vortrefflichkeit der Mar- tyrs war es, die mich zu ihrer Bearbeitung be⸗ ſtimmte: dieſes Unternehmen, wurde mir nicht allein durch das techniſche der Uibertragung eines ſolchen Werks, in welchem ein Schatz von Kennt⸗ niſſen der alten Geographie und Geſchichte, von Lokalitaͤten und Sitten der Vorzeit niedergelegt iſt; ſondern hauptſachlich durch die Wahl der Diktion ſelbſt ſehr erſchwert. Chateaubriands hoher poeti⸗ ſcher Schwung, ſeme flammende, oft ungeregelte Phantaſie, das geniale Feuer, was in den Mar- tyrs athmet, und der Rhythmus, der mn ſeiner Proſe oft erklingt, machten mir es zur beinah