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dem der Auftrag geworden war, Alfhild nach der Nach⸗ barkirche zu fahren.
„Es iſt ſchon lange her,“ antwortete ſie,„daß ich die Ruinen nicht mehr ſah, ich will mich dort eine Weile aufhalten. Aber fahre Du nur mit der Chaiſe nach der Kirche, Peter; es iſt ſo ſchönes und geſundes Wetter, daß ich den Reſt des Weges lieber gehen als fabren will.“
„Ei bewahre! die Mamſell iſt nicht im Stande zu gehen; das kann ein für allemal nicht ſein.“
„O ja, mein lieber Peter, es kann wohl ſein! Fahr Du nur; ich komme wohlbehalten nach.“
Peter ſchüttelte den Kopf; aber da die Manſell dabei blieb, ſo mußte er endlich nachgeben, er ſetzte ſich daher allein wi der auf den Bock, gab dem Brau⸗ nen einen Hieb und in einem Nu verſchwanden Pferd, Wagen und Kutſcher.
Nachdem die Wolke, welche der wirbelnde Staub gebildet hatte, aufgelöst und nichts mehr ſichtbar war, ging Alfhild von der Straße den Ruinen zu. Die Ge⸗ ſtalt hinter der Mauer ſchimmerte wieder hervor und erſchien und verſchwand unter unzähligen Bewegungen, bis auch ſie hinab und hinter dieſelbe Schutzwehr ge⸗ kommen war, die ihn vor allen ſpähenden Blicken verbarg; da erhob er ſich in ſeiner vollen Länge und ſtreckte die Arme gegen die Kommende aus. In ſtum⸗ mem, ſtillem Entzücken lag Alfhild an Leiler’s Bruſt.
Einige Minuten, die nichts mit der langweiligen und ſchleppenden Arithmetik des Erdenlebens zu thun hatten, flogen auf unſichtbaren Schwingen durch die Zeit.
Der Architekt ſetzte ſich mit ſeiner Geliebten auf einen großen mit Moos bewachſenen Stein und nach⸗ dem die Augen des Anſchauens ſatt waren, begann eine Unterredung durch Worte, ihre Fäden zu einem zu⸗ ſammenhängenden Ganzen zu knüpfen.
„Ja, ſiehſt Du, ſo ſchrieb Dein Vater, und deß⸗ halb werde ich nicht früher meinen Fuß in die Mauern des Probſthofes ſetzen, als bis ich den Scheidungsbrief in der Taſche habe.“— Bei dieſen Worten faltete


