Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1844)
Entstehung
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das, was ich weiß, und das iſt, daß Deine Kratzfüße und Dein Bemühen, zu gefallen, auf Alfhild Frenkmann gerade dieſelbe Wirkung haben, wie wenn man Waſſer auf eine Gans gießt.“ 1 „Das heißt, der Herr Onkel hält ſie für eine Gans?“ „Weit entfernt! Sie iſt ein für ihren Stand unge⸗ wöhnlich gebildetes Mädchen; und daß ſie ſchön, anmu⸗ thig, liebenswürdig u. ſ. w. iſt, das ſind Lobſprüche, die weder ich, noch ein Anderer ihr vorenthalten kann. Aber ſie hat für mich überdieß noch einen beſondern Werth, durch ihre Häuslichkeit und die liebliche, kindliche Güte, womit ſie den alten Oernroos und ſeine Schwachheiten behandelt. Kurz, mit Ausnahme meiner alten ehrlichen Liſa habe ich nie ein Weib gefunden, das ſich dem Gans⸗ geſchlecht weniger genähert hätte, als Probſtens Alfhild.“ „Nun wohl, mein beſter Onkel, wenn ſie ein ge⸗ bildetes, liebenswürdiges und verſtändiges Mädchen iſt, ſo muß ſie doch auch ein Bischen Geſchmack haben, und den meine ich, ſollte ſie dadurch zeigen, daß ſie einen kleinen Unterſchied zu machen weiß.“ „Mir ſcheint, das thut ſie auch“ entgegnete der⸗ Major mit einem ziemlich trockenen Lächeln.„Für ein junges Mädchen iſt das Beweis von Unterſcheidungsgabe genug, wenn ſie das Bemühen eines leichtſinnigen, ge⸗ ſchäftsloſen Poſſenreißers, der ihr auf eine honette Art die Zeit vertreiben will, von dem Gefühle eines braven Mannes zu unterſcheiden weiß. Aber Alfhild hat Ver⸗ ſtand genug, um das zu thun. Es freut mich recht ſehr, wenn ich ſehe, auf welch' eine feine Art ſie den Junker in den Schranken zu halten weiß. Meiner Seele, weit beſſer als manche Dame von Ton es nach allen Welt⸗ regeln zu thun verſteht.“ „Aber aus welchem Grunde kann das den freuen? Ich ſehe gerade nicht ein, was für ein Intereſſe er dabei haben kann?““ „Ja, ſiehſt Du, Linus, es hat mir meiner Lebtage wohl gethan, wenn ich geſehen habe, wie ſich ſolche junge eigenliebige Laffen die Finger verbrannten, wenn ſie dem