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das müſſen wir mit Gott und uns ſelbſt abmachen; aber wir dürfen es nicht austauſchen, und deßhalb, Leiler, laß uns jetzt, zwar mit Schmerz, aber ohne Bitterkeit, ſcheiden. Ich bin glüeitich. daß ich Dich geſehen habe; aber zerſtöre die Seligkeit dieſes Ein⸗ drucks nicht, indem Du Dich dieſen wilden, finſtern und leidenſchaftlichen Ausbrüchen hingibſt, die ich nicht begreifen kann, vor denen aber meine Seele ſchaudernd zurückbebt. Verſprich mir, Deine ſtarke, männliche Kraft auf eine Art anwenden zu wollen, die mehr mit dem übereinſtimmt, was uns die ſanfteren Gefühle unſerer Herzen gebieten.“
Alfhild ſtand auf; ſie ſah Onkel Sebaſtian zu⸗ rückkommen. Die dipzen des Architekten waren noch ſtumm; aber ſeine Augen ſprachen ſein bitteres Gefühl aus, ſich wieder in ſeiner Hoffnung getäuſcht zu ſehen. Er wußte zwar jetzt, Alfhild wuͤrde treu ſein, ſie liebe ihn grenzenlos, und er hatte zudem das Verſpre⸗ chen ihres Vaters, ſeinen Antrag ernenern zu dürfen;
deſſen ungeachtet ſchmerzte es ſein ſelbſtſüchtiges Ich,
daß Alfhild Verſtand beſaß, während ſie doch nur Liebe haben ſollte.
Wir wagen keine Betrachtung über den Charakter unſeres Helden, wir wollen ihn weder vertheidigen noch entſchuldigen. Taucht aber hinab auf den Grund jeder menſchlichen Seele, und ſchauet, ob die Perlen, die ihr auffangt, wenn auch mit allem Anſchein der Aechtheit, nicht bisweilen von einer zweideutigen Zu⸗ ſammenſetzung ſind.„Lebe wohl, Leiler!“ Alfhild's Hand drückte die ſeine.„Gib mir einen freundlichen Blick zur Erquickung.“
„Meine Alfhild! Gott ſegne Dich! Ich will Alles thun, um Deine Bitten nicht fruchtlos zu machen.“— Seine Stimme zitterte von tiefer Rührung.„Aber er⸗ innere Dich,“ ſetzte er leiſe hinzu,„daß ich nicht im⸗ mer kann, was ich will, wenn mir mein guter Engel nicht zur Seite ſteht.“
„Aber er umſchwebt Dich beſtündi flüſterte ſie.—


