Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

en— „Du, 2 auch große habe r Ar⸗ dann r ihm aus⸗ mand 1.— hatte, paar ht zu der ſo Probſt ne ſo Hauſe önnte ein neigte hrem Liſche öpfen man he ſo ebe.“ einen will aupt Du 3 zu will ichts

lam⸗ ndie

2⁵³

Anna ein.„Das Fraulein kaun ſich denken, daß ſie ſich wegen des böſen Menſchen ganz abhärmt. Und iſt es denn nicht auch entſetzlich, ſo herzugehen, und ein Mädchen auf dieſe Art zum Beſten haben? Das iſt recht ſchändlich und ſchlecht von einem verheiratheten Mann; aber das Fräulein darf ſich drauf verlaſſen, daß ich ſchwei⸗ gen kann. Da wüßte man ſich wahrlich nicht mehr zu helfen, wenn es der gnädigen Gräfin zu Ohren käme und ſie wiſſen wollte, von wem es ausgehe. Sie iſt gerade wie der Probſt; ſie leidet auch für ihren Tod kein Geſchwätz. Ja, da bin ich ſo geſcheidt und ſchweige.“

Nachdem Anna ihre kleinen Geſchäfte in Ordnung gebracht hatte, ging ſie, und Thelma blieb wieder allein mit dem reichen Strome ihrer Gedanken. Sie hatte nie geglaubt, daß der Vorſchlag des Grafen, den Architekten im Schloſſe zu beherbergen, zu Stande kommen würde, denn ihre Tante war beſtimmt dagegen geweſen; aber nach den vielen Aufklärungen, die ihr Anna gegeben, zweifelte ſie nicht mehr daran. Denn es war ſehr glaub⸗ lich, daß Probſt Frenkmann unter dieſen Umſtänden dem Architekten keine Wohnung im Probſthofe geben würde. So ſollte er alſo wirklich auf dem Schloſſe wohnen; ſie ſollte ihn täglich ſehen und hören. Mit Gewalt riß ſich Thelma von dem Gedanken an dieſe Zeit los, und wandte ſich wieder zu Alfhild. Die holde, gute, theure Alf⸗ hild, wie litt ſie nicht! Thelma fühlte es tief, und das Einzige, was ihr unbegreiflich erſchien, war dieß, daß ſie nicht ſchon lange vor dem gemerkt hatte, daß Alfhild Leilern liebe. Sie glaubte ihn frei von jedem andern Band, und er hatte wohl auch bei jener ſeine gefähr⸗ liche Kunſt zu gefallen geübt.

„Nein, er iſt kein edler Menſch; er iſt...“

Thelma's Gedankengang verſtummte; ein unaus⸗ ſprechlich bitterer Schmerz nagte ſich an ihrem Herzen feſt; und dort war es, wo ſich alle deutlichen und un⸗ deutlichen Verſuche, ſein Vergehen zu mildern, in einem