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ärgerte ſich auch ein wenig über die Bemerkung, die er ſich über ihr Herz erlaubt hatte, aber deſſen ungeachtet hielt ſie den Stand der Sache einige Augenblicke nachher für ein wahres Wunderwerk, für eine gnädige Schickung des Himmels, da ſie ſich ſo von ſelbſt hatte ebnen und beruhigen laſſen.
Nach einem kurzen und ganz allgemeinen Geſpraͤche über den verſtorbenen Grafen kehrten ſie zum Saale zurück, und Thelma, die der Einſamkeit bedurfte, ging unter dem Vorwand eines heftigen Kopfwehs auf ihr Zimmer. Sie ſetzte ſich in die Ecke ihres kleinen Sopha's, zog den Schemel unter ihre Füße und lehnte ſich zurück, um einmal recht den Genuß eines einſamen Nachdenkens zu haben. Einſamkeit war jedoch nicht der rechte Aus⸗ druck, denn die fehlte nie in Hammarby; aber in Frieden und ungeſtört von ewigen Fragen zu denken, das war das einzige Glück, nach welchem Thelma zu ſtreben wagte.
Gegen acht Uhr Abends trat ein junges Mädchen von einem hübſchen und ſaubern Aeußern herein; es war die Jungfer des Fräuleins. Sie trug ein kleines Thee⸗ brett, und bediente ihre junge Gebieterin nicht ohne An⸗ muth mit dieſem ihrem Lieblings⸗Getränke.
„Wie ſteht es mit dem Kopfweh des gnädigen Fräu⸗ leins?“ 3
„Es iſt nicht ſonderlich beſſer, Anna! Du mußt zeitig das Bett richten. Aber wie ſtand es im Probſt⸗ hofe? Du biſt ja dort geweſen und haſt Deine Schweſter beſucht, welche dort dient?
„Ach, ich glaube, es ſteht nicht ganz recht mit Mamſell Alfhild, ich hörte von dem einen und dem an⸗ dern munkeln, was recht ſeltſam lautete.“
„Seltſam? wie ſo, Anna? Ich habe zwar von dem Probſt gehört, daß Alfhilds Schnupfen und Bruſtleiden gegen das Frühjahr hin immer ſchlimmer geworden ſei, 5 daß ſie nicht ausgehen durfte; aber daran iſt doch nichts Ungewöhnliches. Sie erkältete ſich bei der Jahr⸗
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