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Wie die Hausmutter ſo zierlich in ihrem reinlichen Hauskleide die kleinen Gefäße hinſetzte und den ächt nor⸗ diſchen Kaffee aus dem blank geſcheuerten Keſſel eingoß, der vortheilhaft gegen die verrußten Töpfe unſerer ſchwe⸗ diſchen Bauernſtuben abſtach, ſah Marie etwas verwun⸗ dert um ſich, und machte zum erſtenmal an ihren Führer die Frage, wohin er ſie denn zu führen beabſichtige.
„In das Nachbarreich, meine beſte Madame Leiler, aber nicht weit von der Grenze. Ich glaube, es iſt am beſten, daß Sie nicht länger in Norwegen bleiben.“
„Aber nach Schweden, Blum, bedenken Sie auch? Es iſt ja daſſelbe Land, wo...“ Sie ſchwieg.
„Freilich daſſelbe Land, Marie, aber die beiden Orte ſind weit von einander entfernt. In der Scheerengegend, tief zwiſchen Felſen und Scheeren, liegt eine kleine Prie⸗ ſterwohnung, und dorthin nach dem ſtillen einſamen Freds⸗ berg will ich Sie für's Erſte bringen. Der Ort, wie die Menſchen, die ihn bewohnen, ſind einfach; aber Frie⸗ den und Wohlſein ſind täglich in dieſer beſcheidenen Woh⸗ nung zu Gaſte.“
„Und dort ſoll ich leben, Blum? Finde ich denn eine weibliche Geſellſchaft, an die ich mich anſchließen kann?“
„Ich hoffe es, beſte Marie. Ich ſelbſt kenne die junge Wirthin nicht; aber ich habe Grund, zu glauben, daß der Freund, der dieſe Sache für mich beſorgt hat, Fredsberg nicht gewählt haben würde, wenn das Erſte und Nothwendigſte, das ich ihm au's Herz legte, ſich nicht dort gefunden hätte. Es verſteht ſich, daß hier nicht da⸗ von die Rede ſein kann, eine weibliche Geſellſchaft von ſeinerer Bildung und ausgezeichneteren Gaben zu finden. Das können wir nicht verlangen, und darnach werden Sie ſich gewiß auch weniger ſehnen, als nach einem ſtil⸗ len, guten und liebevollen Weſen, das nur ſo viel Gefühl


