Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1844)
Entstehung
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einer und der andern Wendung des Geſprächs Fränlein von Rawenſteins Geſchmack befragte. Aber Borgſtedt hatte auch im Laufe vieler Jahre ſeine Beobachtungen in der gräflichen Familie gemacht, ohne ſie Jemand mit⸗ zutheilen. Vielleicht konnte eine und die andere Aus⸗ nahme zu Gunſten des Kapitäns Oernroos, mit dem er ſeit früheſter Jugend auf einem beinahe freundſchaft⸗ lichen Fuße geſtanden war, angeführt werden.— Wie dieß nun ſein mag, ſo machte dieſe Beſchäftigung auf eigene Rechnung Borgſtedts eigentliche Welt aus; und jede Sonnen⸗ oder Mondfinſterniß an dem gräflich H-ſchen Himmel, jeder Planet, der hervortrat, und mit einem andern in Colliſion zu gerathen drohte, wurde von ihm ſogleich bemerkt, und von ſeinem Obſervato⸗ rium am Tiſchende oder von der Ofenecke aus ſann er darüber nach, wie ſich wohl die Sache weiter entwickeln könnte.

Man ſtand vom Tiſche auf, und als der Kaffee ge⸗ trunken, und Probſt Frenkmann auf einen gnädigen Wink der Gräfin wieder mit dieſer an's Schachſpiel getreten war, ſchlug die Baronin, von mütterlichem Stolze ge⸗ trieben, vor, daß Thelma ſich auf dem Klaviere hören laſſen ſolle. Man ging in das Muſikzimmer.

Thelma fühlte ſich ängſtlich und verlegen; ihr Ta⸗ lent ging nicht viel über die Mittelmäßigkeit und über⸗ dieß hatte ihre Mutter von ihren muſikaliſchen Anlagen auf eine Art geredet, die für einen fein fühlenden Sinn höchſt peinlich ſein mußte, und Herrn Leilern, als eine beſondere Art von Auszeichnung, erlaubt, Zeuge ihrer Fertigkeit ſein zu dürfen.

Das junge Mädchen befand ſich in einer wirklich großen Verlegenheit; aber da bei ſolchen Gelegenheiten ſchüchtern und launiſch bei der Baronin von Rawenſtein gleichbedeutende Worte waren, ſo mußte ſich Thelma an das Inſtrument ſetzen. Leiler ſtand hinter ihrem Stuhle und da die Baronin ſah, mit welcher Genauigkeit und welchem Gefühle er den muſikaliſchen Feinheiten zu fol⸗