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geneigt gefühlt hatte, das zu geſtehen, was ſie jetzt ſehr wohl einſah nämlich— nämlich, daß er— der ſchönſte Mann ſei, den ſie geſehen habe.
Wenn Probſt Frenkmann nicht ganz ſo dachte, wie Alfhild, ſo dachte er doch, daß der Baumeiſter ein höchſt gebildeter und artiger junger Mann ſei, mit dem er, ſo weit er bis jetzt urtheilen könne, wahrſcheinlich recht gut auskommen würde. Dem zufolge bot ihm der Probſt ſogleich eine Pfeife an, und flüſterte Alfhild zu, ſie ſolle eine Bouteille von dem drei Jahre alten Bier bringen, das wegen ſeiner Friſche und ſchönen Farbe ſo ausge⸗ zeichnet war.
Die Herren nahmen Platz auf dem Sopha und in Kurzem hatte Leiler mit leichtem und gewohntem Takte den Probſt in ein Geſpräch über den neuen Kirchenbau, das gräfliche Haus, das Schloß, die Ruinen u. ſ. w.
eingeführt, von welchen letzteren als Ausgangspunkten eine
politiſche Brücke zwiſchen der alten und neuen Zeit ge⸗ ſchlagen wurde. Kurz, nnſer Architekt entwickelte ſo viel Gewandtheit und Uebung in der ſchweren Kunſt, eine ganz fremde Perſon zu unterhalten, daß der Probſt Frenk⸗ mann ſich höchſt glücklich ſchätzte, mit einem Gaſte ge⸗ ſegnet zu ſein, der ihm einen ſo reichen Gewinn in ſeinem ſonſt ziemlich beſchränkten Leben verſprach.
Alfhild kam nun mit dem Teller uund ordnete zier⸗ lich einen Tiſch vor den Herren. Die große Tabakslade des Probſtes, die Meerſchaumpfeifen und Gläſer nahmen ſich nicht übel neben der Kanne von gediegenem Silber
aus, in welcher das Bier war.
„„Wir pflegen mit Zucker zu trinken; denn es iſt ſehr ſauer, muß der Herr wiſſen,“ ſprach der Probſt mit ein⸗ ladendem Zuſpruch.
„Darf auch ich darum bitten,“ fiel Leiler ein, und
reichte mit einer anmuthigen Bewegung Alfhilden ſein
Glas hin.
lings traf, als er zuerſt aus dem Wagen ſtieg, ſich nicht
Das Bier brauste und ſchäumte hoch auf. Leiler
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