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Ein Stückchen Afrika.
afrikaniſchen Küſte nicht ohne Gefahr und das Ungemach und die kleinen Leiden, welche man in Geſellſchaft leichter trägt, wohl im Stande, den Einzelnen niederzudrücken. Glücklicherweiſe aber ging von unſeren Befürchtungen nichts in Erfüllung und während ich dieſe Zeilen niederſchreibe, befindet ſich unſer ehemaliger Reiſe⸗ gefährte wohlbehalten in ſeiner Vaterſtadt an der Iſar und ſendet unſterbliche Werke in die Welt hinaus: Kriegs⸗ und Lagerſcenen, Kameel⸗, Pferd⸗ und Maulthier⸗Bilder— lauter vortreffliche Horſchelts.
Am dritten Morgen nach einer ſehr angenehmen Fahrt auf dem vorzüglichen Schiffe Leonidas ſah ich mit wahrem Entzücken den weißen Felſen mit dem Chaͤteau dIf wieder vor uns auftauchen; dann die nebelbedeckte franzöſiſche Küſte, wo Marſeille liegt und eine Stunde darauf die Häuſer der Stadt mit dem Maſtenwalde zu ihren Füſſen. Als der Anker in die Tiefe raſſelte und ich wie vor mehreren Monaten abermals auf kleinem Boot dem Ufer zu⸗ ſchwamm, ſchlug mein Herz heftiger unter einem unbeſchreiblich glücklichen Gefühl.
Hier in Marſeille verließ mich unſer wackrer Leins, um direkt über Paris nach Stuttgart zurückzukehren. Ich aber vertraute mich am andern Tage abermals dem Meere an und fuhr mit dem Dampfer Caſtor nach Livorno. Es war, als wollte mich der Himmel für manche ſchlimme Seefahrt und vieles Ungemach des. Wetters noch zu guter Letzt entſchädigen; denn eine ſchönere, ruhi⸗ gere und ſonnigere Ueberfahrt wie dieſe habe ich nie erlebt. Da ich ſo glücklich in dem Gedanken war, die Meinen nun bald wieder zu ſehen, ſo konnte es mich in Livorno nicht verſtimmen, daß wir des Sonntags halber faſt bis Mittag auf die geſtrengen Herrn von der Douane warten mußten, worüber die andern Reiſenden, und das mit vollem Rechte, empört waren. Angenehm träumend flog ich auf dem Dampfwagen abermals durch Toskana bis nach Florenz, welches ich bei ſinkender Nacht erreichte. Dießmal em⸗ pfing mich auch kein Regenguß, vielmehr geleitete mich ein klarer


