Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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und in deren Begleitung die unangenehmen durch guten Humor, durch

Scherz und Lachen verkürzt wurden.

Dabei lehrte mich der Eine dieſer Freunde, Baumeiſter Leins von Stuttgart, der, noch ein junger Mann, hier in einem der ſchönſten und prächtigſten Bauwerke der Neuzeit den ganzen großen Schatz ſeiner Kunſt entfaltet, und ſich dadurch einen guten, wohlverdienten Namen in Deutſchland gemacht, die herrlichen Bauwerke Spaniens kennen und verſtehen, und ſeine gründlichen Aufzeichnungen waren mir bei Entſtehung dieſes Buches von außerordentlichem Nutzen. Der Andere, der Maler Theodor Horſchelt von München, ebenfalls ein treuer Freund in allen Verhältniſſen, ſtellte mir ſeine geſammelten, zahlreichen und ſchönen Skizzen zur Verfügung, von denen ich gewiß Gebrauch machen werde, wenn die Gunſt des Leſers mir erlaubt, in einer neuen Auflage das beſcheidene Gewand meines Buches zu illuſtriren. Für Horſchelt, der uns in Oran verließ, um noch längere Zeit in den franzöſiſchen Kolonien Afrikas zu bleiben, war dieſe Reiſe ein bedeutender Wendepunkt in Leben und Kunſt, denn wenn auch ſchon ſeine früheren Bilder den vollen Beifall der Kenner erhielten, und kaum beendigt angekauft wurden, ſo hat er doch vor Kurzem ein größeres, wirklich herrliches Gemälde für Seine Majeſtät den König von Württemberg beendigt und ſo eine Frucht dieſer Reiſe hervorgebracht, die ſeinem Namen einen guten und dauernden Klang verleihen muß.

Was ich nie für möglich gehalten, habe ich hier unwillkürlich gethan, eine Vorrede geſchrieben, und bitte den Leſer um Ent⸗ ſchuldigung, mit dem feierlichen Verſprechen, mich eines ſolchen Miß⸗ brauchs ſeiner Geduld nie mehr ſchuldig machen zu wollen. Vorrede iſt eigentlich falſch: es müßte Nachrede heißen; denn erſt, wenn das Buch beendigt iſt, ſagen wir noch dem geneigten Leſer ein paar paſſende Worte, wie wir ja einen guten Freund, der uns beſuchte, bis an die Hausthüre begleiten und mit der Bitte entlaſſen, bald wieder zu kommen, wenn es ihm bei uns gefallen, womit ich denn auch auf der Schwelle meines Hauſes von dem freundlichen Leſer Abſchied nehmen will.

Haide⸗Haus, bei Stuttgart, im September 1855. F. W. Hackländer.