Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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die Verhältniſſe uneingeweiht war, in den Ausdrücken des Freiherrn von Molitor unbedingt noch manch' Seltſames finden mußte, ſo kamen doch jetzt die finſteren Anſichten, mit denen er früher ſeine Umgebung geplagt, höchſtens noch als ſeltſame Erzählungen zum Vorſchein, in de nen es allerdings von Verließen, Ketten, Wachen, Keulen und Spießen wimmelte. Doch brauchte es nur eines feſten Blickes der Frau Thereſe, welche, wie wir bereits wiſſen, vom erſten Augenblicke an eine eigenthümliche Macht über ihn ausgeübt, oder auch eines freundlichen Wortes der Baronin, um ihn plötzlich abbrechen zu machen, was er dann meiſtens mit den Worten that:So beſagt das letzte Capitel der Rittergeſchichte, wie ſie uns die Chronik aufbewahrt.

Nachdem wir nun die Perſonen unſerer wahrhaftigen Geſchichte, für welche der geneigte Leſer ſich vielleicht in⸗ tereſſirt, bei einem vortrefflichen Souper vereinigt ſehen, in einer Stimmung, deren Behaglichkeit uns wohl Bürge ſein kann für künftige glückliche und gute Tage, die denn auch nicht ausgeblieben, ſo wollen wir nur noch hinzufügen, daß der Commerzienrath gegen eine Verbindung Victors mit Alicen unter bewandten Umſtänden nicht viel einzuwenden hatte, wogegen er aber das vernünftige Verlangen ſtellte, der junge Muſiker ſolle vorerſt noch ein Jahr in der Hauptſtadt des Landes, der großen Weltſtadt, wohin auch er ſpäter ſich zu begeben gedächte, ſeiner Kunſt leben, um den Namen Barring in einem guten Klange bekannt zu machen.

Verſchiedene Tiſchreden, bei denen ſich namentlich Herr Kohler mit einem Aufwande von gerührter und rührender Beredſamkeit auszeichnete, glauben wir übergehen zu dür⸗ fen und wollen nur noch hinzufügen, daß, als endlich die Stühle gerückt wurden und Alle ſich auf die Veranda be⸗