Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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Die Fremde antwortete nicht, ſchien aber durch ein tie⸗ fes Neigen mit dem Kopfe ihren Dank ausdrücken zu wollen.

Da ich hoffe, Madame, daß mein Fürwort genügt, fuhr Herr Duvallet nach einer Pauſe fort,ſo zweifle ich alſo nicht, daß wir jene Stelle für Sie erhalten werden, wenn Sie überhaupt noch geneigt ſind, ſolche anzuneh⸗ men. Verzeihen Sie mir, ich war, ohne es zu wollen, Zeuge Ihrer etwas lebhaften Unterhaltung mit meinem Neffen, Herrn Victor Barring. Ich habe viel in der Welt erfahren, geſehen, gehört, und wenn ich auch nicht von Anfang an bei dem eben erwähnten Geſpräch zugegen war, ſo wird es mir doch nicht ſchwer, aus den Bruch⸗ ſtücken, die ich gehört, ein Ganzes zuſammen zu ſetzen. Madame, verzeihen Sie einem Manne, der einiges Intereſſe für Sie fühlt, der Ihr Vater ſein könnte, wenn er Ihnen ſagt, daß Sie ein ſchweres Unternehmen begonnen haben, ein Unternehmen, welches durchzuführen gewöhnliche menſch⸗ liche Kraft nicht hinreicht, ein Unternehmen, deſſen Ver⸗ antwortung ich dieſen beiden Kindern gegenüber um Alles in der Welt nicht auf mich nehmen wollte. Sie haben gelitten, Madame, gewiß viel gelitten, und wahrſchein⸗ lich unverſchuldet gelitten. Dafür wollen Sie Ihre Rache haben, Ihre volle Rache an dem, der Sie beleidigt. Ah! Madame, das iſt hart; Sie wollen Ihren Haß in die Ewig⸗ keit hinüber ſchleppen, Sie wollen dem, der gegen Sie ge⸗ fehlt, die Gelegenheit abſchneiden, ſeinen Fehler wieder gut zu machen, ihn in die Unmöglichkeit verſetzen, Ihnen das Glück wieder zu geben, das er Ihnen geraubt. Be⸗ denken Sie wohl, Madame, was Sie thun. Kann es mir doch jetzt gleichgültig ſein, welchen Entſchluß Sie faſ⸗ ſen, obwohl mir Sie verzeihen einem Vater, ſetzte er mit einem ſchmerzlichen Lächeln hinzueine etwas