Teil eines Werkes 
4. Bd. (1863)
Entstehung
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ſie

Marietta. 295

Das kann ich auch mit ihm bereden, erwiderte der Pachter;ich brauche ihm ja nur zu ſagen, der Bräutigam Marietta's ſei ganz entſetzlich eiferſüchtig; jetzt will ich aber gehen und einen Gang mit ihm machen.

Damit erhob er ſich und rief ſeinem Gaſte, der noch immer mit großer Aufmerkſamkeit die Umgebung des Hauſes betrachtete, ſich aber nun ſogleich auf ſein Zimmer begab, um dort ſeinen Hut und Stock zu holen. Droben konnte er's nicht unterlaſſen, ſich einen Augenblick vor den kleinen Spiegel zu ſtellen und vor demſelben ſeinen Calabreſer auf⸗ zuſetzen, ſo wie die Spitzen ſeines Schnurrbartes in die Höhe zu drehen. Auch ſchien er mit dem, was ihm der Spiegel gezeigt, nicht unzufrieden zu ſein, denn als er das Gemach wieder verließ und die Treppe hinabgeſtiegen, ſchwang er luſtig ſeinen Stock in der Rechten und ſang:

Kommt ein ſchlanker Burſch gegangen,

Blond von Locken oder braun, Ei, nach dem kann man wohl ſchau'n.

Auf den Spaziergang, den er hierauf mit ſeinem Wirthe machte, haben wir keine Veranlaſſung, ihm zu folgen oder das Geſpräch der Beiden wiederzugeben, da es ſich in dem⸗ ſelben nur um uns ſchon längſt bekannte Dinge handelte. Der ſchlaue Italiener hatte erfahren, was er wiſſen wollte, und begab ſich nach der Zurückkunft ſogleich in das Schlaf⸗ zimmer zu ſeiner Frau, wo er mit derſelben eine lange Unter⸗ redung hatte, während Richter dieſen Augenblick benutzte, um eine kleine Entdeckungsreiſe rings um das Haus zu unter⸗ nehmen und auch im Vorbeigehen ganz zufällig in jenen Anbau zu ſchauen, wohin vor ein paar Stunden das junge Mädchen gegangen war. Daß ſie jetzt wehl nicht mehr dort