Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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Nachwirkung dunkler Stunden.

Sophie lächelnd,wie du einmal wirſt, wenn du deinen Hu⸗ ſaren⸗Offizier heiratheſt.

Ach, ſcherze nicht ſo grauſam, entgegnete Emma mit einem ſchmerzlichen Seufzer;glaube mir, liebe Sophie, ich habe wegen dieſer Geſchichte ſchon viel Unangenehmes erfah⸗ ren müſſen; er war ſo unüberlegt und nahm alles ſo leicht⸗ fertig. Mein Vater hat davon erfahren, und mein Bruder, der ſich überhaupt gern in Sachen miſcht, die ihn nichts an⸗ gehen, und der nun einmal, wie ſo viele Studenten, die Offi⸗ ziere nicht leiden kann, ach, Sophie, fuhr ſie mit gefalteten Händen und mit einem traurigen Blicke nach oben fort,mit Ferdinand hatte ich darüber eine furchtbare Scene, ſo daß ich ganz unglücklich bin!

Und was will denn dein Bruder eigentlich?

Er hat mir gedroht, wenn ich dieſer lächerlichen Cour⸗ macherei, wie er es nennt, nicht ein- für allemal ein Ende mache, ſo werde er dem Herrn von Marlott einen Beſuch machen, ihm einige paſſende Worte ſagen und ſich mit dem⸗ ſelben auf gehörige Art aus einander ſetzen.

Nun, und dann?

Um Gottes willen, das wäre ja ein Scandal!

Aber du erfährſt dann doch, ob er ehrliche Abſichten auf dich hat.

Emma ſchüttelte mit tief betrübter Miene den Kopf und dann ſagte ſie ſehr leiſe:So'was darf man aber nicht forciren; wenn Ferdinand in ſeiner übermüthigen Art barſch mit ihm redet, ſo gibt ein Wort das andere, und ich muß unter der Unbeſonnenheit meines Bruders leiden; o mein Gott, ich bin recht, recht unglücklich!

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