Teil eines Werkes 
1. Bd. (1863)
Entstehung
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288 Achtzehntes Kapitel.

Fall des jungen Mannes als durch den furchtbar verzerrten Geſichtsausdruck des Kalifen Soliman, welchen er zu zeigen genöthigt war, um ein lautes, für den großen Sultan ſehr unanſtändiges Lächeln darunter zu verbergen.

Später ſagte Herr Benzenberger zu dem unglücklichen Debutanten:Und wenn Sie mein Bruder wären, ſo müßte ich Ihnen geſtehen, daß ich nie etwas Komiſcheres ſah, als das förmliche Rad, welches Sie rückwärts zwiſchen die Ule⸗ mas hinein ſchlugen.

Das Publikum benahm ſich wie häufig bei ſolchen Fällen; ein großer Theil kachte, Wenige ziſchten, aber eine noch ge⸗ ringere Anzahl fühlte ein Mitleiden mit dem jungen Mann, deſſen Laufbahn wenigſtens vor der Hand durch dieſen Fall jählings unterbrochen worden.

Ich habe nie ſo was Hölzernes geſehen, ſagte ein junger Lieutenant, der ſelbſt ausſah, wie ein bunt angemal⸗ tes Bleiſtift, und ein Anderer ſetzte hinzu:Stürzt das Scheu⸗ ſal in die Wolfsſchlucht!

Damit war die Sache abgemacht, denn Fatime trat nun in ihrer entſchiedenen Haltung vor das Publikum, und der halb lächelnde halb ſpöttiſche Ausdruck ihrer großen dunkeln Augen, mit dem ſie während einiger Sekunden das ganze Haus überſchaute, ließ in allen deſſen Theilen die gewohnte Ruhe und geſpannte Aufmerkſamkeit wiederkehren.

Schon nach den erſten ſo eleganten, wie graziöſen Be⸗ wegungen, die ſie machte, war die Scene von vorhin ver⸗ geſſen, und das ganze Publikum wandte Augen und Gedanken ſeinem Lieblinge zu.