Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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in, n?24

Clementine Strebeling erhält einen Zrief. 11

Nun ja, anfänglich wohl, ſagte die erfahrene Katharine, aber nachher müſſen Sie ihn doch ſehen und ſprechen.

Darüber ſprechen? ſagte Clementine und zeigte auf die Stelle, die der roſenfarbene Brief hatteihn? Nimmermehr! In alle 17N nicht! Erinnern Sie ſich noch, liebe Ka⸗ tharine, was ich Ihnen neulich ſagte: ich könnte mich wohl vielleicht für Jemand intereſſtren, ihn auch lieben, aber ich würde ihn nicht ſehen und dürfte ihn nie darüber ſprechen.

Ja, ich erinnere mich, ſagte nachſinnend das junge Mädchen.

Aber daß er mir ſchriebe, fuhr Clementine fort,da⸗ gegen hätte ich nichts einzuwenden; ich wollte mich gewiß gern für ihn intereſſiren, ich wollte ihm helfen, wenn er in Noth wäre, ihn tröſten, wenn er traurig iſt.

Und wird er ſich damit begnügen? meinte Katharine; nes gibt Leute, ſetzte ſie mit leiſer Stimme hinzu,die damit nicht zufrieden wären.

Das müßte er eben, ſagte beſtimmt die alte Jungfer; ihn öfter ſehen, mit ihm von Liebe ſprechen, das wäre wahr⸗ haftig mein Tod nein! nein! das könnte ich unmöglich!

Und was wollen Sie nun auf dieſen Brief hin thun? u

Darüber möchte ich Ihren Rath, liebe Katharine. Soll ich ihm drei Zeilen antworten.

Warum nicht?

Daß ich ihn am Fenſter bemerkt hätte, daß mir ſein Brief gerade nicht unangenehm geweſen ſei...

Ja, ſo was der Art.

Und wenn er alsdann wieder an mich ſchreibt?

Das wollen wir abwarten; dann antworten wir ihm viel⸗

leicht wieder.