Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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208 Vierzehntes Kapitel.

Urſtoff genommen, als dies bei den Creaturen weiter unten geſchehen.

Auch in noch höheren Schichten, ja, dort hinauf, wo kein irdiſches Auge klar und deutlich mehr ſieht und, vom Schimmer geblendet, zurückbabt, an den Stufen des Thrones wußte man, daß der Freiherr von Brander in der Welt ſei; und ehe er den Beſitz ſeiner Gemahlin errang, hatte er das Glück gehabt, bei großen Feſtlichkeiten, ja ſogar bei kleinen Kammerbällen häufig alsTanzender eingeladen zu werden, und einmal ſogar hatte ihn der Kriegsminiſter ſo hoch gewürdigt, daß er ihn ſpeziell um ſeinen Rath in einer militäriſchen Angelegenheit befragte. Es handelte ſich damals um eine Aenderung in der Bewaffnung des Heeres, und wir können mit Stolz ſagen, daß in dieſer wichtigen Angelegenheit der Rath des Majors, Freiherrn von Brander, das weiße Leherzeug nämlich, ſtatt mit Kreide, mit geriebenem Thon anzuſtreichen, ſowie ferner dem Soldaten zu erlauben, den ober⸗

ſten Haken ſeines Uniformkragens in den Freiſtunden zu öffnen, ſtegreich durchdrang.

Der Major von Brander war ein kleiner, unterſetzter Herr, mit außerordentlich dicken Epauletten und einem faſt zu kurzen Waffenrocke. Er hoffte durch das Letztere ſeine Geſtalt einiger⸗ maßen größer erſcheinen zu laſſen, was ihm aber hiedurch nur

unvollkommen gelang. Sein Geſicht war dick und rund; ein ge⸗ waltiger Schnurrbart theilte es in zwei faſt gleiche Hälften, deren untere ſich in einer ſchwarzen, ordonnanzmäßigen Halsbinde ver⸗ lor, die obere dagegen, mit zwei kleinen, grauen Augen verziert, ſich in ein Gebüſch kurz geſchorener, etwas ſtruppiger Haare endigte. Die Geſichtsfarbe des Majors war geſund zu nennen;

ſie hatt. aom Camaͤleon an ſich; denn wenn ſeine Züge bel geWetter ſanft geröthet erſchienen, ſo ſchillerten