Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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Dreizehntes Kapitel.

Ein kaum ſichtbares Lächeln flog über das Geſicht der Wir⸗ thin, doch waren gleich darauf ihre Züge wieder hart und mür⸗ riſch wie zuvor.

8Seid doch nicht eigenſinnig! fuhr der andere fort;ſo

was kommt nicht ſobald wieder; da mein Bruder Konrad hilft

auch mit. Laßt uns an die Arbeit gehen und weiter keine Worte verlieren. Na, ſagt Eure Meinung: was ſchreiben wir zuerſt?

Jetzt hatte die Frau den Fuhrmann ſo weit, wie ſie ihn haben wollte; er hatte ihr die Hälfte des Gewinnſtes verſprochen, und obendrein war jetzt der andere der überredende Theil. Gieng die ganze Angelegenheit einmal ſchief, ſo konnte ſie immer ſagen: Warum habt Ihr mich dazu genöthigt? Ihr wißt ganz wohl, daß ich nicht gewollt habe! Und darauf konnte ſie weiter ſagen: Ihr habt mich ins Unglück gebracht in einem ſolchen Falle nämlich jetzt bringt mich wieder heraus! Die alte Frau Schoppelmann war eine wohlhabende Frau und die beiden Söhne hatten einmal ein tüchtiges Erbe zu erwarten.

Faſt eine Viertelſtunde lang überlegte die Frau hin und her; bald ſchüttelte ſte den Kopf, bald blickte ſie an die Decke, bald dem Fuhrmann ernſt ins Geſicht, und dann ſchien ihre feſte Tugend ein wenig weich zu werden, und endlich ſagte ſte:Nun denn, ich will Euch den Gefallen thun, es bleibt alſo bei den be⸗ ſprochenen Bedingungen?

Ihr bekommt die eine Hälfte vom ganzen Gewinnſt, und wir Beide zuſammen die andere; billiger kann man nicht ſein!

Und der iſt ein ſchlechter Hund, ſagte der Jäger,der den Anderen verräth; in einem ſolchen Falle ſollen die beiden An⸗ deren das Recht haben, ihn todt zu ſchlagen.

Das läßt ſich hören! ſagte der Fuhrmann,ich bin dabei.

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