Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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Eine ſchöne Tochter iſt ſchwer zu hüten. 31

Alſo Butter und Cier, fuhr die Herrin dieſer Viktualien⸗ börſe in beſtimmtem Tone fort,werden un einen Kreuzer theurer gehalten, als am letzten Markttage, und danach richten ſich Obſt und Gemüſe. Was die kleineren Früchte: Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, anbelangt, ſo beruft man ſich auf die Hagelwetter der vergangenen Woche, ſowie auf die Faul⸗ heit der Bauernkinder, die gar nichts hereinbrächten. Was die neuen Kartoffeln und die Gemüſe betrifft, ſo vergeßt mir die Kartoffelkrankheit und die Würmer nicht. Es kann nichts ſcha⸗ den, wenn ihr in jeden Korb ein paar Schnecken werft, nament⸗ lich in den Salat, und ſie den Köchinnen zeigt. Es ſeien dieſes Jahr unzählige, ſagt man, und ſie freſſen alles Grüne ab, wie

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es eben aus dem Boden heraus kommt. Dafür aber ſucht eure

Waare ſorgfältig aus, und wenn man euch vorwirft, ihr wäret 4 theurer als am vorigen Markttage und als manche Andere, die nicht zu uns gehört, ſo beruft euch erſtens auf mich und dann auf die Güte eurer Sachen. Aber laßt mich nie erfahren, daß Jemand unter der Hand wohlfeiler verkauft und ſo das ganze Geſchäft ruinirt! Hat jemand die Frau Weber geſehen?

O, das iſt eine verſtockte Frau! ſagte eines der Weiber; denkt nur, als ich hieher gieng, rief ſte mir zu: Geht nur zu eurer Frau Schoppelmann und macht dort eure Geſchichten aus, ich thue doch, was ich will, ich verkaufe nach meinen eigenen Preiſen, und wenn ich auch darüber zu Grunde gehen ſoll! Ja, geht nur zur Schoppelmann!

3Das kann ihr geſchehen! ſagte dieſe.Hat ſte nicht neu⸗ lich die verrückte Idee gehabt und einige Haſen zum Verkaufe ausgelegt, kleine, miſerable Dinger, und wollte ſie um ſechsund⸗

dreißig Kreuzer verkaufen! Die meinigen ſchöne, ſchwere a waren zu achtundvierzig angeſetzt; aber ich habe ſie an dem Tage