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Bekanntſchaft einer würdigen Mutter. 19
denn ſte drehte darauf los, daß die armen, halbzerquetſchten Bohnen die verzweifeltſten Verſuche machten, der Kaffeemühle zu entſpringen.
„Und du haſt deinen Bruder nachher nicht mehr geſehen?“ fragte die Frau.„Weißt du nicht, ob er auf das Schloß Wolfs⸗ berg gegangen iſt? Ich habe es ihm wenigſtens ſo anbefohlen; man läßt dort die großen Teiche ab, und ich brauche für die näch⸗
ſten Tage ſo viele Karpfen und Aale, als ich bekommen kann!“
„Ich glaube, er gieng dorthin,“ erwiederte der Fuhrmann.
„Auch wollte er ſich nebenbei nach Feldhühnern umſehen.“— Dabei lächelte er verſchmitzt in ſich hinein.
„Was das Umſehen anbelangt,“ nahm die Mutter ſehr ernſt das Wort,„ſo hoffe ich nicht, daß er ſich in den Feldern umſteht. Hat gewiß wieder ein Gewehr bei ſich verſteckt! Ich will's ihm ſchon ſagen, wenn er nach Hauſe kommt. Habe wahr⸗ haftig keine Luſt, jede Woche wegen euch vor Gericht geladen zu werden! Das ſag' ich dir ein für alle Mal, und du kannſt dir's merken und deinem Bruder mittheilen: wenn ſte euch wegen eurer Geſchichten einmal ernſtlich einſperren, da thue ich keinen Schritt, weder mit guten Worten, noch mit Geld, und wenn ſie euch bis zum letzten Tage ſitzen laſſen!“— Dabei ſtreckte die Frau ihren dicken, musculöſen Arm weit von ſich, als wolle ſte ſagen:„Das iſt abgemacht!“ Der Kaffee ſchien auch gemahlen zu ſein; denn ſie zog die Schublade der Mühle heraus, und nachdem ſte ſich überzeugt, daß alle Bohnen gehörig zerrieben ſeien, ſchüttete ſte das Mehl in eine auf dem Heerde ſtehende rieſenhafte Kaffekanne.
Der Sohn hatte ſeinen Arm wieder auf den Tiſch geſtützt und murmelte während deſſen etwas in ſich hinein von ewigen Plagereiei und Schindereien, und daß das ſchlechte Volk es nicht unterlaſſen könnte, ſie beſtändig anzugeben.„Wenn ich aber oder 2*
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