Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
Entstehung
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rückwärts zu ſchauen— denn du würdeſt mich ſtehen ſehen mit einem Zeichen, das dir verſtändlich wäre, ohne ein geſprochenes Wort— gehe— gehe— verlaß dieſes Haus, ohne dich umzuſchauen!“

Und er gehorchte, indem er augenblicklich, ſcheu, ver⸗

wirrt, ſich furchtſam duckend und ängſtlich ſeitwärts blickend, an der jetzt regungslos ſtehenden Geſtalt des Herrn Na⸗ than Schropps vorüberſchlich, über den Gang hinweg, die Treppe hinab— ohne ſich umzuſchauen, zum Hauſe hinaus, deſſen Thür hinter ihm in's Schloß fiel, dumpf dröhnend, ſo daß es durch das ganze Haus hallte.

„Auch du ſollſt mich nicht geleiten, ich muß meinen Weg allein gehen,“ ſagte er nun zu dem ängſtlich beben⸗ den Mädchen, die einen Schauer fühlte, wie ſie niemals empfunden, als er nun ſeine kalte Hand auf ihr Haupt legte und dazu ſprach:„Nimm meinen Segen, der mit dir durch's Leben gehen und dich hoffentlich glücklich machen wird— lebe wohl, mein Kind!“

Er wandte ſich langſam ab, und obgleich das Veſti⸗ bule vor ihrem Zimmer in tiefem Dunkel lag, ſo ſah Sophie doch deutlich die weiße Geſtalt gegen die Treppe wanken, ſich dann bewegungslos die Stufen hinanheben, und bemerkte jetzt mit ſteigendem Entſetzen, daß die Ge⸗ ſtalt, je höher ſie ſich erhob, um ſo deutlicher und heller wurde, ja, endlich ſo klar, faſt durchſichtig, als wäre ſie von einem leuchtenden Mondſtrahl berührt.

War es ein Spiel ihrer aufgeregten Phantaſie, waren es Lichtfunken, wie ſie in tiefer Finſterniß bei wild em⸗