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werden Sie keine Gelegenheit haben, die herrlichen Vor⸗ träge unſeres verehrten Freundes zu hören, da er das mühſame und aufreibende Amt eines Reiſepredigers nur noch in Ausnahmefällen ausübt, nur bei gleichgeſtimmten Seelen, und dann ganz zu ſeiner chriſtlichen Freude und Erholung.“
Herr Schleimer nickte beifällig mit dem Kopfe.
„Jedenfalls aber,“ fuhr Fräulein von Wanner fort, „halte ich es für eine glückliche Vorbedeutung, daß es mir vergönnt war, einem ſo langjährigen erprobten Bekannten meinen lieben Freund, Herrn Schleimer, vorſtellen zu dürfen. Herr Schropps nämlich, einer unſerer reichſten Banquiers und gediegenſten Geſchäftsleute, wird ſich gewiß ein Vergnügen daraus machen, meinem lieben Freunde mit Rath und That an die Hand zu gehen.“
Hier verbeugte ſich Herr Schropps allerdings etwas ſteif und förmlich, ehe er ſagte:„Gern bereit, Ihren Wünſchen entgegen zu kommen, allein, liebes Fräulein, ich glaube doch, daß die Geſchäfte des Herrn Schleimer zu verſchiedener Art von den meinigen ſind, um ihm mit meinem Rathe und meinen Erfahrungen nützen zu können.“
„Wie glücklich würde ich ſein,“ erwiederte Herr Schlei⸗ mer, mit einem Blick an die Zimmerdecke,„wenn ich zu den Worten dieſes verehrteſten Herrn Ja und Amen ſagen könnte, wenn ich in der Lage wäre, den Flug meiner reinen chriſtlichen Gedanken nur nach aufwärts richten zu können, wenn die materiellen Bedürfniſſe des traurigen Erdenlebens ſich nicht wie Blei an meine geiſtigen Flügel


