Achtes Kapitel.
Wir wohnen einer vertraulichen Unterhandlung an, in Folge wel⸗ cher ſich zwei Heldinnen dieſer Geſchichte entzweien.
Wir hielten es im Intereſſe unſerer wahrhaftigen Ge⸗ ſchichte für dringend nothwendig, im vorigen Kapitel ein paar kleine Rückblicke zu geben, und nehmen jetzt den Faden unſerer Erzählung wieder da auf, wo Herr Joſeph Schropps an der Thür des Eckhauſes erſchien, in welchem Fräulein Wilhelmine von Wanner wohnte. Verſchiedene Augenpaare hatten ſeine Annäherung natürlich ſchon lange vorher bemerkt, und Herr Sprütter dabei geſagt:„Da erſcheint auch wieder eine bekannte und etwas anrüchige Perſönlichkeit von der ehem aligen Zigeunerinſel zum Be⸗ ſuche bei einer dito mit dito— ſonderbar!“— Ma⸗ dame Schwebeling, ſich heftig in ihren Stuhl zurück⸗ werfend, war in die Worte ausgebrochen:„Wo Aas iſt, ſammeln ſich die Krähen!“ Sie haßte die Schropps faſt noch mehr als die Wanner und hatte größere Urſache dazu. Denn die Hunderttauſende, welche dieſe ſchändlichen Brüder in Wucher und Spekulation verdient, 1 Waten ja
Hackländer, Kainszeichen. III.


