Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
Entstehung
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Nun ja ich will einmal ſtolz reden, wie alle meine jetzigen Arbeiten, wie Alles, was ich ſchaffe, ſeit du mein liebes Weib biſt! Seitdem iſt eine wunderbare Klar⸗

heit über meinen Geiſt gekommen und weßhalb wohl,

mein Herz? Weil ich ſo unbeſchreiblich glücklich bin, ſo glücklich, daß ich es nur deinen ſüßen Lippen allein an⸗ vertrauen kann!

Aber jetzt ſei auch geſcheidt und hilf mir lieber bei meinem Geſchäft doch nicht, indem du mir meine Hände küſſeſt, gehe lieber hinein und hole mir die Sachen, die auf dem Tiſche ſtehen ſo geh' doch nur hat man ſeine Noth mit dem Manne!

Dann ging er endlich nach dem Hauſe zu. Daß er aber nicht ſogleich hineintrat, war ihre eigene Schuld warum brauchte ſie auch lächelnd nach ihm umzuſchauen?

Endlich aber war er denn doch verſchwunden, und als er wiederkam, trug er Teller, Gläſer, Meſſer, Gabeln und dergleichen nützliche Gegenſtände mehr, war aber ſo egoiſtiſch, dieſe Dinge nicht eher abliefern zu wollen, als nach vorher geleiſteter vollgültiger Bezahlung. Dann half er ihr nicht einmal beim Aufſtellen, ſondern ſetzte ſich ihr gegenüber auf einen Stuhl, kreuzte die Arme und be⸗ trachtete alle ihre Bewegungen, als hätte er die junge, ſchöne Frau heute zum erſten Male geſehen.

Wer weiß, wie lange er noch ſo ſitzen geblieben wäre, wenn ſich nicht, um das Haus herumkommend, drei Herren gezeigt hätten! Doch ſprang er jetzt auf und eilte ihnen raſch entgegen.