Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
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Bowle zuſammenfinden wollen! Laß ſie vorüberziehen und gewähre dir ſelbſt den kleinen Troſt, eine Fauſt im Sack zu machen, denn du biſt nicht ſtark genug, das Schickſal und deine theure Gattin zu ändern!

Merkwürdigerweiſe gab es unter denen, die den Con⸗ certſaal verließen, auch ſolche, die es nicht vermochten, nach erduldeter Laſt und Qual in einen gemüthlichen Wirth⸗ ſchaftsgarten zu gehen, obgleich ſie auf die oben beſchriebene Art nicht daran verhindert wurden, ja, ſolche, die ſo frei und ledig und unabhängig als möglich waren, wie eben jetzt vier jüngere der ausübenden Künſtler, die es doch wahrlich verdient hätten, in eine kühle Bowle zu blicken, oder auch nur nach Belieben kaltes Bier zu trinken; doch ſogar über den letzten gewiß ſehr beſcheidenen Wunſch ſchienen ſie nach reiflicher Berathſchlagung nicht zu einem befriedigenden Reſultat gelangt zu ſein.

Der Eine ſagte nämlich:Ich weiß leider, warum ich nach Hauſe gehe, der Andere meinte:Ich lege mich zu Bette, weil der Dritte ſetzte hinzu:Ich thue das Gleiche, warum, brauche ich euch wohl nicht zu ſagen, und der Vierte, der ſprach nichts.

Es waren das, wie geſagt, vier jüngere Muſiker, aber dabei tüchtige Künſtler, zwei Violiniſten, ein Bratſchiſt und ein Celliſt, von denen die drei erſten ihre Violinkaſten ſelbſt unter den Arm genommen hatten, um ſie nach Hauſe zu tragen, denn ſie mochten die geliebten Inſtrumente da draußen in dem Concertſaale nicht gern fremden, häufig

leichtſinnigen Leuten überlaſſen, Leuten, die oft 85 keinen Hackländer, Kainszeichen. II.