Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
Entstehung
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gelogen und armen Leuten ausgepreßt, ſo bin ich doch überzeugt, es werden bei ihnen noch Zeichen geſchehen und ſich Dinge ereignen, daß ihnen die Haare zu Berge ſtehen. Hat man doch früher ſchon erzählt, daß ſich von Zeit zu Zeit hier an den Mauern ihres Hauſes plötzlich Blutſpuren gezeigt hätten, die ſie auf's ängſtlichſte ſelbſt wieder weggewiſcht und vertilgt, das kann auch jetzt wieder vorkommen, bis ſie mürbe werden und ihnen das eigene Gewiſſen keine Ruhe mehr läßt, unrecht Gut gedeihet nicht.

Nichts Gewiſſes weiß man doch nicht.

So, und der junge Menſch, den ſie einmal ſpät Abends mit nach Hauſe genommen und der ſpurlos ver⸗ ſchwunden iſt? Haben ſie nicht auch einmal Nachts die kleine Sophie von der alten Staatsräthin zu ſich in's Haus gelockt, und glaubt Ihr denn, daß die Geſchichte mit dem Banquier Bendel und deſſen Frau ſauber iſt? Daß er ſo mir nichts dir nichts den anderen Tag ſtirbt, nachdem er ſein ſchönes Haus zu einer neuen Straße für die Stadt vermacht hat, zu einer Straße, deren theure Bauplätze rechts und links den Schropps gehören? Unter uns geſagt, flüſterte er mit vorgehaltener Hand, ſie haben dem alten Manne hinüber geholfen, die Schropps im Verein mit der Frau, und dieſe hat dafür zweimalhunderttauſend Gulden gekriegt.

O oooh!

Beweiſe ſind allerdings keine da, und wenn welche da waren, ſo hat man ſie vertuſcht; eine Krähe hackt der

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