6 4
2
5 4
4.—
Daß es mir aber damit gelingt, allen Anforderungen gerecht zu werden, muß ich dennoch bezweifeln; denn es gibt curioſe Leute, die am Schluſſe eines Romans gleich einen weiteren Band Erläuterungen und Familiennotizen wünſchen, die nicht zufrieden geſtellt ſind mit der glück⸗ lichen Vereinigung liebender Paare, woran es meine Gut⸗ müthigkeit und Wahrheitsliebe ſelten fehlen läßt, ſondern die ſich auch beunruhigt fühlen, wenn die Schickſale an ſich unwichtiger Nebenperſonen nicht vollkommen klar ge⸗ ſtellt worden ſind, und die es zuweilen machen, wie freund⸗ liche Kinder, die ſich erkundigen, ob der getödtete Drache auch wirklich todt ſei, ob die böſe Fee für alle zukünftigen Zeiten unſchädlich gemacht worden, ob der ſchwarze Prinz ſeinen verdienten Lohn gefunden, ob Helenens weißes Rößlein noch lebe und ob von den Nachkommen der glück⸗ lich gewordenen Königstochter nicht noch irgend wer da und vielleicht aufzufinden ſei.
Was die Ueberſchrift des erſten Kapitels„aus frühe⸗ ren Tagen“ anbelangt, ſo bitte ich den geneigten Leſer herzlichſt und dringendſt, nicht zu glauben, daß ich mich jetzt doch endlich der immer noch poeſievollen Gegenwart— für den nämlich, welcher dieſe Poeſie aufzufinden weiß— abgewandt hätte, um der armen alten Mutter„Hiſtorie“ einen Fetzen ihres ſchon ſo vielfach geplünderten Mantels zu rauben, ein paar moderne Figuren hinein zu wickeln, etwas Memoirenbrühe darüber zu gießen und dem geneig⸗ ten Leſer auf dieſe Art ein geſchichtliches Ragout vorzu⸗ ſetzen, ſomit beitragend zu weiterer Geſchichtsverfälſchung,


