Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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Füufzigſtes Kapitel.

handeln. Wohin ſie auch gegangen ſein mag, das kannſt du mir glauben, ehe ſie wegging, dachte ſie an dich und ſprach von dir. Das wäre mir genug.

Mir iſt es auch genug, gab Friedrich entſchloſſen zur Antwort, wobei er ſein Röckchen feſt in die Taille zog und dann ſeine Haare mit beiden Händen pätſchelte.Ihr habt Recht, Andreas; ich bin wahrhaftig ſo gut wie der Jemand des Jägers Klaus, und nach den vielen Beweiſen von Wohlwollen, die ſie mir gegeben, kann ich mir ſchon etwas erlauben. Andreas, Ihr ſollt von mir hören.

Der Blick, womit nach dieſen Worten der Gärtner ſeinen kleinen Nachbar von der Seite betrachtete, den dieſer aber nicht ſah, da er, in tiefe Gedanken verſunken, den Kopf in ſeiner Hand ruhen ließ, war ein Gemiſch von Bosheit und Schadenfreude. Nach einigen Sekunden ſprach er, indem er dem Groom leicht auf die Schulter tippte:

Das haſt du freilich ſchon oft geſagt, mein guter Freund, aber wir wollen ſehen, ob man allen Glauben an dich verlieren muß, oder ob du wirklich noch zu etwas Beſ⸗ ſerem auf der Welt biſt, als Pferde zu nben und den Stall auszumiſten.

Laßt dieſe Reden jetzt ſein, entgegnete Friedrich ge⸗ kränkt;man muß Einem die ſüßen Gedanken, die man hat, nicht mit ſo proſaiſchen Aeußerungen verderben. Aus⸗ miſten! fügte er verächtlich bei,das iſt überhaupt nicht meine Beſchäftigung; ich bin Reitknecht, Jockey; mein Bruder,

der Kellner, würde ſagen, er ſei Leibpage, wenn er in meinen Stiefeln ſtäke.

Ja, dein Bruder, der Kellner, iſt ein anderer Kerl,