Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Selbſtquälereien.

dir deine Sachen tragen, worauf ſie antwortete, und mit einem leichten Seufzer antwortete: Ach nein, ich mag den Friedrich nicht ſo als Diener hinter mir drein gehen laſſen. Aha! dachte ich, nicht ſo als Diener! Verſtehſt du das, Burſche?

Ich glaube, daß ich es verſtehe, antwortete der Groom mit einem ziemlich dummen Lächeln.

Nun, Gott ſei Dank, wenn du es verſtehſt. Ich habe es verſtanden. Nicht als Diener ja, gehorſamer Diener! Nun, unterbrach er ſich, indem er ſeine Schnupftabaksdoſe hervorzog,was ſoll ich da weiter an dich hin reden? mir kann es egal ſein.

Aber mir iſt es nicht egal, Andreas, ſagte energiſch der Reitknecht und fuhr ſich mit der Hand über ſein ſtrup⸗ piges Haar.Ich verſichere Euch, ich habe an allen Gliedern gebebt, als ich das hörte und dabei das gnädige Fräulein anſah, wie ſie ſo außergewöhnlich ſchön iſt. Ach! ich hätte jetzt auch vielleicht ſo weit ſein können, wis der Jemand, der gewiß nicht beſſer iſt als ich. Wozu ſonſt dieſe Heim⸗ lichkeiten?

Das ſind die erſten vernünftigen Worte, die ich von dir höre.

Aber was denkt Ihr denn von der Geſchichte ſelbſt? forſchte eifrig der Groom.Sollte denn wirklich etwas daran ſein?

Wenn du recht gehört haſt, erwiderte der Gärtner mit ernſter Miene, wobei er ſeine Achſeln ungewöhnlich hoch er⸗ hob,ſo will ich für nichts einſtehen. Aber wenn du ein

ordentlicher Kerl biſt, ſo iſt jetzt für dich die Zeit da, um zu