Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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260 Neunundvierzigſtes Kapitel.

findet, aufzudecken und zu beſtrafen, und nun auf einmal be⸗ ſchuldigt zu werden, ſeinem Herrn, dem er mit ſeltener Treue anhing, ein werthvolles Papier entwendet zu haben! Und ein ſolches Papier iſt in den Augen dieſer Leute eine koſtbarere Sache als ein Sack voll Gold. Aus allen dieſen Gründen will nun Larioz nicht ruhen, bis es ihm gelungen, den Ent⸗ wender des Conceptes zu erforſchen, um ſo ſeine Unſchuld zu beweiſen. Natürlicher Weiſe iſt aber wohl ſeine Kraft zu ſchwach, um gegen die Intriguen der Herren Czrabowski und Conſorten etwas zu vermögen. Und deßhalb habe ich mir erlaubt, die Sache Euer Erlaucht vorzutragen, um von Ihnen für meinen langen Kranken Schutz und Hülfe zu er⸗ bitten. V

Die ihm im reichen Maße, nach allen meinen Kräften zu Theil werden ſoll, ſprach der Herr des Hauſes, wobei er ſich lebhaft von ſeinem Seſſel erhob.Sagen Sie das unſerem theuren Spanier und erſuchen ihn, ſich trotz ſeiner blauen Naſe ſo bald wie möglich bei mir ſehen zu laſſen. Ich muß noch mehr von den näheren Umſtänden erfahren, worauf ich mich dann dieſer Sache mit allen mir zu Gebot ſtehenden Mitteln und mir ſtehen einige zu Gebot an nehmen werde.

Der Doktor hatte ſich ebenfalls erhoben und erlaubte ſich, dem jungen Manne, der nun nahe vor ihn hintrat und den er liebte und verehrte, treuherzig ſeine Rechte zu reichen, die dieſer innig zwiſchen ſeinen Händen drückte, dann wieder los ließ und nun mit ſeinen Fingern leicht an dem Arme des Doktors hinauf fuhr, bis er ſeine rechte Hand auf der Schulter des kleinen Mannes ruhen ließ.

Mehrere Sekunden lang ſprach Keiner von Beiden, und

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