Baron Fremont. 21
als intereſſire er ſich in der That für Roſen, Hyacinthen, Gewächshaus⸗Fenſter, ſpringende Waſſer, Sand im Wege und ſaure Erde, was Breda gar nicht erwartet.
Endlich traten die Drei wieder über die Terraſſe in den kleinen Eßſalon zurück, wo Baron von Breda überraſcht war, ſeine Frau noch immer leſend am Kamine zu finden. Gewöhnlich zog ſie ſich gleich nach dem Frühſtück in ihr Zimmer zuruck, ſelbſt wenn der Hausherr Beſuch von irgend einem ſeiner Freunde hatte.
Baron Fremont ergoß ſich in Lobeserhebungen über den prachtvollen Wintergarten, über den magnifiquen kleinen Eß⸗ ſalon, über das ganze Haus, wo man immer etwas Neues und Schönes finde, und ſagte am Schluſſe ſeiner zahlreichen Complimente, während er hartnäckig die goldene Kette um den Zeigefinger herum wickelte und zugleich ſeine Zähne wie die eines Negers blitzten:„Es hat mir aufs Neue wieder ſo wohl bei Ihnen gefallen, gnädige Frau, daß ich, vielleicht nicht zu Ihrer angenehmen Ueberraſchung, recht bald wieder erſcheinen werde. Und dann,“ ſetzte er ſüß lächelnd hinzu, „werde ich vielleicht in der vorhin erwähnten Angelegenheit von Ihnen Rath, vielleicht auch Hülfe verlangen.“
Die Baronin verbeugte ſich ſehr freundlich, und George von Breda ſagte:„Wenn das dein Ernſt ſein ſollte, lieber Freund, ſo thu mir die Liebe und wähle eine Stunde, wo ich nicht zu Hauſe bin, denn du weißt—“
„O, ich weiß vollkommen,“ fiel ihm der Andere ins Wort.„Dieſe Erinnerung hätteſt du dir ſparen können, ich werde mir alsdann eine Audienz bei deiner Frau erbitten.“
„So iſt es recht, Fremont, ganz allein,“ antwortete der Hausherr.


