Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Vierzehntes Kapitel.

jedesmal um Verzeihung bat, und wie ihr dieſelbe dann auch mit dem ſüßeſten Lächeln gewährt wurde. Er blickte im Kreiſe umher nach einem Freunde, nach einem Helfer, und ſeine Blicke blieben abermals auf dem unbeweglichen Geſichte des Herrn Larioz haften, der hinter dem Stuhle Clementinens ſtand und mit einem eigenthümlichen Geſichtsausdruck auf das Paar niederſah.

Daß es über alle Beſchreibung heiß in dem Zimmer war, brauchen wir wohl nicht zu ſagen; aber Niemand ſchien von der Hitze ſo angegriffen zu werden, wie der unglückliche Schil⸗ der; er athmete mühſam, der Schweiß rieſelte ihm von der Stirn, und dabei war er ſo zerſtreut und nur mit einem ein⸗ zigen Gedanken beſchäftigt, ſo daß, als ihm ſeine Nachbarin, eine wohlconditionirte Poſtſekretärstochter, im Laufe des Spieles den Grafen Czrabowski ſäenue er lauter, als gerade noth⸗ wendig war, hinausrief:Hol' ihn der Teufel!

Glücklicherweiſe unterbrach wenige Zeit nachher das Oeff⸗ nen der Portieren ſeine Tantalusqualen, um ihn anderen und nicht minder grauſamen zu unterwerfen. Das Souper be⸗ gann, und wie es ſich von ſelbſt verſtand, führte der Graf Clementine Weibel an einen der kleinen Tiſche, und ſo gern Herr Schilder ebenfalls dorthin gefolgt wäre, ſo hatte er doch nicht den Muth dazu; es war ihm noch ein Troſt, daß ſich die blaſſe Kaufmannswittwe von irgend einem Lieutenant eben⸗ falls dorthin führen ließ; denn er betrachtete dieſe mit rich⸗ tigem Gefühl als eine Art Hemmſchuh für die Beiden, als ein Etwas, das mit der Wirkung kalten Waſſers dazwiſchen trat, wenn ſich vielleicht im Laufe des verführeriſchen Geſprächs die Köpfe zu ſehr erhitzen ſollten.

Es geſchah übrigens mit dem Gefühle der Verzweiflung,