Erſtes Kapitel.
Nachts im Regen.
Lieber Leſer— Kennſt du das Land, wo die Citronen blühn, Im dunkeln Laub die Goldorangen glühn, Ein ſanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrte ſtill, und hoch der Lorbeer ſteht?
Wenn du dieſes Land kennſt, ſo wirſt du uns zugeben, daß zwiſchen dem Frühlingsabend eines ſolch' wunderbaren Klima's und einer Spätherbſtnacht in unſerem ſonſt ſo geſeg⸗ neten Deutſchland ein gewaltiger Unterſchied herrſcht. Gewiß kennſt du ſolche Nächte, und doch können wir nicht unterlaſſen, dir Eingangs unſerer wahrhaftigen Geſchichte eine ſolche zu ſchildern. Es iſt eine von jenen Nächten, wo ſtatt ſanften Windes ein kalter Regen nicht nur vom Himmel herabfließt, ſondern von heimtückiſchen Windſtößen durch die Luft daherge⸗ peitſcht wird und dem nächtlich Wandelnden wie ſcharfer Hagel ins Geſicht fährt. Tiefdunkel iſt der Himmel überzogen, von
Hackländer, Don Quixote. I. 1
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