Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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Erich.

Der h. Auguſtin und Schmoller. 235

Erlegung des Anſchlages, woran man meinetwegen, ſagte er, den Werth jener Schlucht, wenn es der Herr Graf nicht an⸗ ders thun will, abziehen kann. Da ich aus dieſen ſo wie aus ähnlichen, allerdings ſehr uneigennützig ausſehenden Geſchichten die Ueberzeugung gewonnen habe, daß Doctor Burbus keine Ausſichten auf dergleichen Vortheile zu beſtimmen ſcheinen, die Freundſchaft,— ich kann dieſes Verhältniß bei dem beſten Willen nicht anders benennen— des Herrn Chriſtian Kurt zu culti— viren, jener ſchlaue Alte dagegen gewiß nicht ohne triftigen Grund an der ausgeworfenen Angel des Doctors Herbert an⸗ gebiſſen hat, einer Angel, deren Stiel ſich nota bene in den Händen der Frau Gräfin befindet, ſo heißt es hier allen ſeinen Scharfſinn zuſammennehmen, um gewiß auch im Intereſſe Ew. Erlaucht das Poſitive zu erfahren. Sollten mir Ew. Erlaucht darüber Verhaltungsbefehle zu geben haben, ſo wäre ich dafür ſehr dankbar.“

Eine Nachſchrift dieſes Briefes beſagte, daß Doctor Bur⸗ bus, um Herrn Chriſtian Kurt zu unterhalten, ihm ſeinen, des Doctors, eigenthümlichen Lebenslauf erzählt, und daß dagegen der alte Herr Graf, ſehr gegen ſeine ſonſtige Gewohnheit, auch dem Doctor Einiges von ſeinen, des Grafen, früheren Ver⸗ hältniſſen mitgetheilt. Wörtlich fügte Herr Renaud die Frage bei:

„Gäbe es irgend etwas im vergangenen Leben des Herrn Kurt, was Ew. Erlaucht unbekannt wäre, was aber für die Frau Gräfin oder für Andere Intereſſe hätte? Da ich das Glück habe, Ew. Erlaucht zu den bevorſtehenden Jagden er⸗ warten zu dürfen, ſo werden Ew. Erlaucht vielleicht die Gnade haben, mir zu geſtatten, Ihnen mündlich noch Näheres und

Wichtigeres mitzutheilen.“