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Urſache hatte oder zu haben glaubte, ſich um das fernere Schick⸗
Erich. Der h. Auguſtin und Schmoller. 233
ſal dieſes jungen Mädchens zu bekümmern. Sollte Ew. Er⸗ laucht es, wie ich, für nothwendig halten, hierüber zu Gewiß⸗ heit zu kommen, ſo will ich dazu den Verſuch mit allen Mit⸗ teln machen.“
Der dritte Brief, welcher wieder mehrere Monate ſpäter geſchrieben war, behandelte ganz andere Intereſſen, als die ver⸗ ſchwundene Esmeralda oder das kleine blonde Zigeunermädchen, obgleich von letzterem in ſo fern die Rede war, als der Brief⸗ ſchreiber ſagte, eben ſo ſehr als er die feſte Ueberzeugung habe, daß die Frau Gräfin den Aufenthalt der kleinen Zigeunerin wiſſe, ja, daß ſie ſich ihrer völlig angenommen habe, eben ſo wenig ſei er ſelbſt im Stande geweſen, etwas über derſelben Aufenthaltsort zu erfahren.
Doch war das alles im Vorübergehen, ſo zu ſagen in Parantheſe, bemerkt, und der Hauptinhalt des Briefes betraf eine Erkrankung des Herrn Chriſtian Kurt, die aber ſo ernſt⸗ lich war, daß die Courierpferde Tag und Nacht geſattelt im Stalle ſtanden, die Leute dabei, mit einem Fuße im Bü⸗ gel, leider vergebens; und hieran knüpfte ſich die unglaub⸗ lichſte Geſchichte, die ſich ſeit zehn Jahren auf der Wald— burg zutrug.
„Die Frau Gräfin und Doctor Herbert wußten es näm⸗ lich möglich zu machen, den Herrn Grafen zu beſtimmen, daß er ſeinen alten feindlichen Nachbar, den Bauern⸗Doctor Bur⸗ bus, von der Mühle zu einer Conſultation in das Schloß holen ließ. Und als er kam, als er durch das Vorzimmer ging, und mich und Andere unter ſeinen buſchigen Augenbrauen mit einem ſo eigenthümlichen und doch beinahe wohlwollenden


