Erich kommt ins Unglück. 213
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wußtſein eines Gefühles, das ihm aber auch durchaus nicht gefährlich erſchien; ſeine Nerven bebten noch leiſe nach von den Begebenheiten der vergangenen Nacht. Aus einem rauhen, froſtigen Morgen, aus einem ungemüthlichen Kaſernenzimmer hinweg, aus dem bitteren Gefühle, einen unangenehmen und vielleicht doch vergeblichen Gang machen zu müſſen, war er plötzlich in dieſes behagliche Capua gekommen, nach der heim⸗ lichen Inſel einer Zauberin, die ihn vom Schiffbruche errettet, die nun mit ſanfter Hand ſein Haar glättete und jetzt bemüht war, ſeine eigenthümlich kalten Finger zwiſchen ihren beiden Händen zu erwärmen— ja, einer Zauberin, deren volle, hoch blonde Locken ſo coquet auf den ſchneeweißen Nacken nieder⸗ fielen, jetzt auf die runden Schultern und weiter hinab, da ihr leichtes Gewand nur um die Taille durch eine ſeidene Schnur zuſammengehalten wurde, die ſo gar keinen feſten Knoten hatte, was ſie ſelbſt, aber zu ſpät, mit einem kurzen, koketten Aufſchrei zu bemerken ſchien.
Für Erich erſch en die Bilder der vergangenen Nacht un“ riigen Morgens auf eine ſeltſame Art durch tte an die arme Ticzka, während er ſich von„Athem angehaucht fühlte, und aus der Tiefe gn, verrätheriſch wogenden Meeres ſah er bei⸗ nahe ud die ſo eigenthümlich leuchtenden Augen Kolma's, Iün orwurfsvoll anblickend.—— Darum ſchloß er lieber aigenen, wie es der kühne Schwimmer oder der rettungs⸗
lo Verlorene wohl zu machen pflegt, wenn er genöthigt iſt, ſich in die brauſende Tiefe zu ſtürzen, unterſinkend, mit einem vei gſtigenden, ſchmerzlichen und doch wieder unausſprechlich ſeligen Gefühle. Iſt er ein guter Schwimmer, ſo wird er ohne


