274 Dreizehntes Kapitel.
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„Nehmen wir alſo,“ fuhr der General in heiterem Tone fort,„die Heldenthat dieſes ſonſt ſo vortrefflichen Officiers zu den Acten und geſtatten wir ihm, ein großes Glas auszu⸗ trinken!“
Daß dieſem Ausſpruche, der mit ſehr lauter Stimme ge⸗ than ward, augenblicklich Folge geleiſtet wurde, und nicht nur von dem ſeligen Horn, ſondern auch von der ganzen Tafel⸗ runde, bedarf eigentlich keiner Erwähnung; dabei klirrten die Gläſer zuſammen, und ein animirtes Geſpräch, größtentheils die Manöver betreffend, flog durch den Saal.
Nur die jungen Cavallerie⸗Officiere bei Dagobert waren augenblicklich zu einem anderen Geſprächsthema übergegangen; dieſer hatte nämlich ſeinem Nachbar geſagt:„Ich habe ſpäter für uns noch etwas extra beſorgt.“
„Einen Macao oder Landsknecht?“
„Warum das? Warum ſollten wir uns gegenſeitig unſer Bischen Geld abnehmen? Nein, etwas Beſſeres. Ich habe die Zigeuner aufſpüren und hieherbringen laſſen. Herr Chriſtian Kurt machte allerdings zuerſt Einwendungen; doch half mir die Gräfin, und ſo gab er denn ſchließlich ſeine Erlaubniß, daß
uns die Mädels draußen im Vorſaale etwas tanzen dürfen.“
„Eine vortreffliche Idee! Sind ihrer mehrere?“
„Etwa fünf bis ſechs hübſche Dirnen, allerdings keine ſo ſchön wie die Esmeralda.“
„Welche du wohl für dich aufgehoben haſt?“ fragte der ſelige Horn, worauf Dagobert lachend erwiederte:
„Ein körperloſer Geiſt wie du ſollte an ſo etwas gar
nicht denken, doch kenne ich meine Pflicht als Wirth zu genau,


