Teil eines Werkes 
1. Bd. (1870)
Entstehung
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An den Leſer. 7

unterhalte nach und ruiniren weder Monturen noch Mäntel aus Muthwillen, ſind auch mit einem ſchmierigen Lappen zufrieden, während die Bombardiere immer geputzt ſein wollen, wie die Affen, und den Paraderock gerade ſo gut und ſo ſchlecht be⸗ handeln wie die Montirung Nr. 4.

Der Kanonier allein fühlte einige Sympathie für uns, denn auch er hatte immer noch die Hoffnung, Unſeresgleichen zu wer⸗ den, und bewegte ſich beim Exercieren, beſonders aber bei Batterie⸗ und Schanzenarbeiten, behaglicher unter dem milden und nach⸗ ſichtigen Commando eines jungen, lebensluſtigen, ja, auch wohl leichtſinnigen Bombardiers, als unter dem ſtrengen Ernſte eines griesgrämigen, dienſteifrigen Unterofficiers. Um nun dieſer tief⸗ ſchattirten Schilderung einige gerechte Lichter aufzuſetzen, ſo muß ich hinzufügen, daß, was in derſelben von dem Bombardiercorps im Allgemeinen geſagt wurde, allerdings für den Werth des Einzelnen nicht maßgebend war, daß aus demſelben die bravſten Unterofficiere, die tüchtigſten Officiere hervorgegangen ſind, brauch⸗ bar im Frieden, tapfer im Kriege, und daß ich ſelbſt die Ehre gehabt, demſelben anzugehören.

Es war in dieſem Corps eine eigene Zuſammenſtellung; was von Freiwilligen in der Hoffnung eintrat, ſpäter Officier zu werden und darunter war recht viel leichtes Tuch, brachte in den meiſten Fällen eine genügende Schulbildung mit, um raſch das Bombardier⸗Examen machen zu können, war auch intelligent genug, um mit dem Eifer, den Jeder anfänglich be⸗ ſitzt, auf dem Exercirplatze, beim Unterrichte und im Laborato⸗ rium in kurzer Zeit brauchbar zu ſein. Meiſtens waren es auch wohlgewachſene, geſunde, mitunter hübſche junge Leute aus guten Familien, welche Eigenſchaften dazu beitrugen, ihnen das erſte