346
AAARæùꝑ
Benediktinerinnen zu Spandow die Schweſter Helene zu die⸗ ſer hohen Würde einſtimmig von ihren Mitſchweſtern er⸗ wählt und von der vorgeſetzten kirchlichen Autorität beſtätigt zu ſehen.
Herr Petrus Reinhold widmete ſich der Feldwirthſchaft mit vielem Erfolg und ward durch ſeinen Fleiß der ſtatt⸗ lichſte Grundbeſitzer zu Kölln. Meiſter Trennert brachte ſeine alten Tage ſorgenlos bei ſeinem Eidam zu, der ſich die Liebe und Achtung ſeiner Mitbürger erwarb und bis an ſein Le⸗ bensende ſo redlich, gutherzig, zufrieden und glücklich blieb, wie wir ihn bisher kennen gelernt. Zwar ging das Gerede, daß er ſeiner Lieſel mehr Gewalt im Hausregiment einge⸗ räumt, als ſich mit ſeiner hausherrlichen Würde vertrüge; allein ſolche Behauptung war gewiß nur ſchändliche Ver⸗ läumdung und von Trennerts klatſchſüchtiger Gepatterin aus Aerger und Rache erſonnen, weil Peter, der ihr's nimmer vergeſſen konnte, daß ſie einſt von Ottokar und Lisbeth Uebles geredet, ihre Einladung zu ſeinem Hochzeitsfeſt hintertrieben hatte. Auch ſtörte ſolch Gerede Peters Glück nicht im min⸗ deſten, das konnte man recht deutlich ſehen, wenn ihm, nach des Tages Arbeit aus den Feldern in ſein Haus in der Brüderſtraße zurückgekehrt, ſeine liebe Lieſel Hand und Lip⸗ pen zum freundlichſten Willkommen darbot und ſeine mun⸗ teren, rothwangigen Buben, die in allen Stücken ſein Eben⸗ bild waren und deren Anzahl ſich eine geraume Zeit lang Jahr um Jahr vermehrte, an ihm hinaufkletterten oder ihm lächelnd die kleinen runden Aermchen aus der Wiege ent⸗ gegenſtreckten. Dann pflegte er oft zu ſagen:
— Ich möchte wohl wiſſen, ob man denn im Himmel auch ſo glücklich ſein kann!
Uebrigens verband die innigſte, traulichſte Freundſchaft ihn und ſeine Hausfrau ſowohl mit Ottokar und Klara, wie mit Bernhard und Lisbeth, und ſehr häufig fanden ſich die drei verwandten Ehepaare an ſchönen Sonn⸗ und Feſt⸗


