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denn zu augenſcheinlich— doch, man wird mich ſchon ver⸗ ſtehen. Im Uebrigen jedoch bin ich meines Theils nicht allzu ſehr abgeneigt, Euch auch diesmal zu willfahren, vorausge⸗ ſetzt, daß auch die andern Herren gleichermaßen bereitwillig ſind.
Er wandte ſich mit fragenden Blicken zu den Raths⸗ herren und dieſe, gern oder ungern, gaben ſchweigend ihre Zuſtimmung durch Kopfnicken zu erkennen, als ſie an Stro⸗ bands Haltung und entſchloſſener Miene ſahen, daß des würdigen Greiſes ſtarre Rechtlichkeit ihn nicht zum Nach⸗ geben geneigt machen werde.
— So ſei es, begann Heydicke wieder. Laßt uns denn nach Hauſe eilen, da wir Alle wohl der Erholung und Stärkung bedürftig ſind, um uns alsdann mit dem Glocken⸗ ſchlage der fünften Stunde wieder auf dem Rathhauſe ein⸗ zufinden. Wir geben nach, nicht weil wir müſſen, ſondern um abermals zu zeigen, daß unſer Urtheilsſpruch gerecht iſt trotz aller Anfechtung. Der vereinigte Rath von Berlin und Kölln wird ſein Recht mit ſtarkem Arm zu ſchützen wiſſen! Kommt denn, werthe Herren; der hochwürdigſte Prälat wird uns erlauben, ihm noch einmal in ſeinem Palaſt unſere Ehr⸗ furcht zu bezeigen.
Mit tiefer Demuth, aus der nichts deſtoweniger hoch⸗ fahrender Stolz blickte, grüßte er den Biſchof und deſſen Ge⸗ folge und ſchritt mit den übrigen Rathsherren dem Gange zu, durch welchen ſie vorhin gekommen waren. Diejenigen von den Bewaffneten und Fackelträgern, die im Solde des Rathes ſtanden, folgten.
In der geſprengten Thür aber vertrat ihnen der alte Franziskaner den Weg.
— Ein Wort noch, Ihr Herren! rief er ihnen zu. Um der Menſchlichkeit willen beſchwöre ich Euch, zu verhindern,
daß der Angeklagte etwas erfahre von Dem, was wir hier
geſehen! Es iſt leider faſt gewiß, daß das arme Mädel,


